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Fast zwei Jahrzehnte hatte sich die NAG von allen sportlichen Veranstaltungen fern gehalten [...]

Full text: 25 Jahre NAG (Neue Automobilgesellschaft) / Arpke, Otto (Public Domain)

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auf der Landstraße zu siegen versteht, hat er im Spätsommer 1923 dadurch 
bewiesen, daß er als erster Sieger über die gesamte internationale Konkurrenz 
aus dem Gesamtklassement der unter den schwierigsten Wegeverhältnissen 
ausgefahrenen, 2072 Kilometer langen, 9 Tage dauernden Allrussischen Zu- 
verlässigkeitsfahrt hervorgegangen ist. Dem Erfolge des Fahrmeisters Hans 
Berthold schloß sich Fahrmeister Zerbst am Steuer eines gleichen NAG-Wagens 
würdig an, indem er als Schnellster in der bei Petersburg abgehaltenen 
Geschwindigkeitsprüfung Gewinner des vom Petersburger Automobilklub ge- 
stifteten silbernen Pokales und Dritter im Gesamtklassement wurde. Wenn man 
berücksichtigt, daß nur zwei NAG -Wagen im Rennen lagen, so ist die Leistung 
in diesem Wettbewerb, woran 51 Wagen bedeutendster internationaler Klasse 
beteiligt waren, als besonders hoch anzuschlagen. # Ihren großartigsten Sieg 
aber hat die NAG am 14. und 15. Juni 1924 mit einem vollkommen normalen, 
aus der Serie herausgegriffenen, tourenmäßig ausgerüsteten 10/40 PS-Sport- 
wagen bei einem 24-Stunden-Dauerrennen auf der Automobil-Rennbahn im 
Königlichen Park von Monza-Mailand als einzige deutsche Mannschaft in hartem 
Kampfe gegen 20 ausgezeichnete internationale Wettbewerber davongetragen. 
Das Fahrzeug hat in 24 Stunden nicht weniger als 2583 Kilometer und damit 
die längste jemals von einem Kraftwagen innerhalb eines Tageslaufes durch- 
messene Strecke hinter sich gebracht. Der Wagen unter abwechselnder Führung 
von Riecken und Berthold fuhr in einem Tempo, das einem Stundendurchschnitt 
von 107,5 Kilometern entspricht. Die einzelnen Runden wurden mit der Gleich- 
mäßigkeit des Zeigers einer Präzisionsuhr umkreist. Genau wie bei dem Avus- 
Rennen differierten die Zeiten der einzelnen Runden beinahe gar nicht unter- 
einander. Der NAG-Wagen ist damit Gewinner des großen goldenen Schildes 
von Italien geworden und hat außer diesem Premio della Notte, dem Preis der 
Nacht, der ihm als Sieger im Gesamtklassement zustand, selbstverständlich 
auch den Sieg in seiner Klasse und verschiedene Sonderpreise davongetragen.# 
Die Reichshauptstadt und ihr Oberbürgermeister haben es sich nicht nehmen 
lassen, den siegreichen Fahrern durch offiziellen Empfang im Berliner Rathause 
eine besondere Ehrung zubereiten, und haben dadurch zum Ausdruck gebracht, 
welche Bedeutung dem überwältigenden Erfolge des NAG -Wagens zukommt. 
Den Siegern wurde das Mittelportal des Brandenburger Tores zum Einzug be- 
willigt. Gefolgt von Hunderten, empfangen von Tausenden, fuhr der Wagen 
vor das Berliner Rathaus, an dessen Pforte Oberbürgermeister Böß den beiden 
Wiedergekehrten den Dank Berlins entbot und im Saal des Rathauses dann 
den Ehrentrunk aus goldenem Becher reichte.# Im Großen Preis von Deutsch- 
land im Juli 1926, an dem sich 43 Wagen aller Länder beteiligten, wurde unser 
Riecken am Steuer seines NAG-Wagens Erster seiner Klasse und ging als 
Zweiter im Gesamtklassement nur 3 Minuten hinter dem Ersten durchs Ziel. 
Fünfmaliger Reifenwechsel hatte ihn um die sichere Siegeschance über alle 
Klassen gebracht. Derselbe Wagen blieb auch Sieger in der Klasse der Sport- 
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