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Band 12 Der Königliche Hof- und Domprediger Adolf Stöcker in dem Beleidigungsprozeß wider den Redakteur Heinrich Bäcker als Zeuge

Full text: Interessante Kriminal-Prozesse von kulturhistorischer Bedeutung / Friedländer, Hugo (Public Domain) Ausgabe 12 Band 12 (Public Domain)

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Rechnungsrat Schallopp über die Richtigkeit der steno- 
graphischen Berichte als Zeugen zu vernehmen. 
Der Gerichtshof lehnte diesen Antrag ab, da Hofpredi- 
ger Stöcker den stenogr-r':ischer Roericht im allgemeinen 
als richtig anerkannt heb- ur“ “orchl-" irige Stellen aus 
dem Bericht, soweit sie €} 7 2") "streilen, zu ver- 
lesen. Auf die Frage Ao- 7 © Sachs: „Ob 
Holpredige“ Jöcker die ur? ‘28° eine umgekehrte 
Ranalisat’- “enannl, de die ” 7-4 den Schmulz aus 
der Ster none din Uri Zresse aber den 
Schmu*- ww. nem”  Tprediger Stöcker, 
daß er me Äm cammenhange ge- 
rissener u 7 orten re, Rechtsanwalt 
7 'situngsberichterstatter Alired 
Langs etern Te . .inzendorf und Hugo Fried- 
länder 6 =" ker ch 7 ar ur wernehmen, daß Hofprediger 
Stöcker :- "on jahrer ..” 7" Z22* die liberale Presse un- 
aulhör!ickh in der ärg; — -ir- heschimplt habe. Der Ge- 
richtshe‘ lehnte dieser, * Ir erheblich und, weil zu 
allgemein gehalten, ab. =" ’cdann die Vereidigung 
der engen Stöcker un Vert. Rechtsanwalt 
Sachs "eantragte, den is "inacher Masche nach 
seiner Vorstralen zu frogc: “ Vorsitzende bedeuteie 
dem .„eugen, daß er persön;»... „edauere, ihm eine solche 
Frage vorlegen zu müssen. — Vert. Rechtsanwalt Munckel 
beantragte, diese Bemerkung des Vorsitzenden zu Protokoll 
zu nehmen. Der Gerichtshof lehnte diesen Antrag ab. 
Auf Beiragen des Vorsitzenden erklärte Zeuge Masche: 
Er sei einmal von einem nichtpreußischen Gerichtshofe we- 
gen Beteiligung am Betruge mit Gefängnis bestraft, weitere 
Antworten verweigere er, er gebe auch heute keinerlei eides- 
stattliche Versicherung ab, sondern werde am Sonnabend 
das erforderliche Material beibringen. Heute sei er nicht als 
Zeuge geladen, er fühle sich mithin nicht veranlaßt, heute 
einen Eid zu leisten. 
Der Staatsanwalt erachtete die an den Zeugen gesteil- 
ten Fragen für unerheblich. — Der Gerichtshof beschloß, 
den Zeugen eventuell durch Inhaltnahme zu zwingen, die 
gegen ihn verhängten Vorstrafen unter eidesstattlicher Ver-
	        
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