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Anhang I. Gedichte und Rätsel

Full text: Liederbuch des Vereins der Angestellten der Großen Berliner Straßenbahn (Public Domain)

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die andern Götter quch versagen, Half diese 
Gabe mir geduldig tragen. 
2. Als Knabe schwärmte ich für Ruhm und 
Macht, Im Traum ward beides reichlich mir 
gebracht. Als Jüngling sah' ich oftmals sanft 
und mild Mein Ideal, ein süßes Frauenbild. 
So habe ich in vielen stillen Stunden Ein 
reines, ungetrübtes Glück empfunden. 
3. Vor Feindeswut mit riesenstarker Hand 
Im Traume schützte ich das Vaterland, Auch 
habe ich mein deutsches Volk befreit Von aller 
Not, von allem Herzeleid. Ach hätt' ich un— 
begrenzte Macht im Leben! Es sollte ferner 
keine Tränen geben. 
4. Doch diese Träume schwanden längst da— 
hin, Das Herz ist müde und getrübt der Sinn. 
Ein kühles Grab am grünen Waldessaum, Das 
ist mein letzter stiller Sehnsuchtstraum. Und 
wenn auch alles andre Schein auf Erden, Dies 
eine wird und muß zur Wahrheit werden. 
C. Süske. 
Unter dem Vereinsbanner. 
1. Brüder unterm Flügelrad, sagt, was deu— 
tet uns dies Zeichen: Immer vorwärts! Stets 
voran! niemals wanken, nimmer weichen, Nie 
geklagt und nicht gezagt, nicht mit seinen Kräf—
	        
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