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130. Reiters Morgengesang

Full text: Liederbuch des Vereins der Angestellten der Großen Berliner Straßenbahn (Public Domain)

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Heute durch die Brust geschossen, Morgen in 
das kühle Grab! 
3. Ach, wie bald Schwindet Schönheit und 
Gestalt! Tust du stolz mit deinen Wangen, 
Die wie Milch und Purpur prangen: Sieh, 
die Rosen welken all'! 
4. Darum still Füg' ich mich, wie Gott es 
will. Nun, so will ich wacker streiten, Und 
sollt' ich den Tod erleiden: Stirbt ein braver 
Reitersmann. Hauff 1824. 
131. 
Morgenrot. 
1. Morgenrot, Morgenrot, Frühdienst bracht' 
mir bittre Not. Noch gehört' ich zu den Braven, 
Hatt' noch nie den Dienst verschlafen Wie so 
mancher Kamerad. 
2. Kaum gedacht, kaum gedacht, Ward der 
Lust ein End' gemacht. Tat die Wirtin mich 
nicht wecken; Ich erwacht' mit grimmem 
Schrecken, Weil ich doch die Zeit verschlief. 
3. Ach wie bald, ach wie bald Ist ein schö— 
ner Ruhm verhallt! Träf' ich nur noch meinen 
Wagen! Was wird der Verwalter sagen! Ach, 
es schauert mir die Haut! 
4. Aber still, aber still, Mag es kommen, 
wie es will! Will mich künftig wacker halten,
	        
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