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Full text: Beschreibendes Verzeichnis der Gemälde im Kaiser-Friedrich-Museum (Public Domain)

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Santi. Sarto. 
Bischof Lodovico (oder Costanzo?), ein anderer Schutz- 
heiliger von Perugia, in der Linken den Krummstab haltend. 
Schwarzer Grund. 
Kl. Halbfig. (Christus beinahe ganze Fig.) Pappelholz, rund, 
jedes Bild im Durchmesser 0,145. — 1830 von Rumohr dem Kron- 
prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen übergeben. 
Sarto. Andrea del Sarto. Urkundlich Andrea d’Agnolo 
di Francesco genannt. Den Beinamen del Sarto erhielt er 
nach dem Handwerk seines Vaters, der Schneider war. 
Florentinische Schule. — Geb. zu Florenz den 16. Juli 1486, 
+ daselbst den 22. Januar 1531. Schüler Gian Bariles, eines 
unbedeutenden Malers, dann des Piero di Cosimo, unter dem 
Einflusse Fra Bartolommeos, Lionardo da Vincis und Michel- 
angelos weiter ausgebildet. "Tätig zu Florenz, kurze Zeit 
zu Paris (1518/19). 
240 Bildnis einer jungen Frau. Etwas nach links ge- 
wendet, Kopf und Blick nach rechts gerichtet. In gelbem 
Kleide mit weißem Brusttuch, ein weißes Tuch turbanartig 
um den Kopf geschlungen. Grünlicher Grund. 
Alla prima gemalte Studie. — Galt früher für das Bildnis der 
Lucrezia di Bartolommeo del Fede, der Gattin des Malers. 
Lebensgr. Brustbild. Pappelholz, h. 0,44, br. 0,37. — Erworben 
1829 durch Rumohr. 
Thronende Maria mit dem Kind und Heiligen. 
Maria, in einer Nische auf leichtem Gewölk über zwei Che- 
rubim thronend, hält das auf ihrem Schoße sich aufrich- 
tende Kind. Links Petrus, die Schlüssel in der Hand, der 
hl. Bruno im weißen Mönchskleide, den Weihwedel in der 
Linken, und der nackte greise Onophrius, die Hüften mit 
einer Epheuranke umgürtet; rechts der hl. Markus, Antonius 
von Padua, das flammende Herz in der Hand, und die hl. 
Katharina mit einem Bruchstück ihres Rades. Unten links 
der hl. Celsus in weltlicher Kleidung, rechts die hl. Julia, 
die Linke, die einen Rosenkranz hält, auf die Brust gelegt. 
Bez. mitten auf der obersten Stufe: ANN. DOM. MDXXVILL — 
Ein Hauptwerk des Meisters, von Vasari (Sans. V p. 46 f.) beschrieben. 
Die zur Altartafel gehörige Lünette, die Verkündigung darstellend, 
jetzt in der Galerie Pitti zu Florenz (ursprünglich ein Halbrund, später 
durch zugesetzte Stücke in ein Viereck verwandelt). — Wurde im Auf- 
trage des Giuliano Scala für Sarzana im Florentinischen gemalt, wO 
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