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Full text: Beschreibendes Verzeichnis der Gemälde im Kaiser-Friedrich-Museum (Public Domain)

Santı. 
351 
Bekannt unter dem Namen Madonna di Casa Colonna, da 
sich das Bild lange im Besitze dieser Familie zu Rom befand. — Nicht 
vollendet, daher die helle Färbung und der Mangel an Schatten. — 
Vermutlich aus der letzten Zeit des Florentiner Aufenthaltes, etwa Ende 
1507 oder erste Hälfte des Jahres 1508. Das Bild zeigt in den Typen 
wie in den Formen eine nahe Verwandtschaft mit der Madonna Nicvo- 
lini (bei Lord Cowper), die mit der Jahreszahl 1508 bezeichnet ist, 
Zeichnungen mit verwandten Motiven in Florenz und in Wien (Alber- 
tina). Über andere Zeichnungen, die zu unserem Bilde in Beziehung 
stehen, s. Crowe und Cavalcaselle, I 347 und 350. — Crowe und 
Cavalcaselle halten dafür, daß nur Erfindung und Zeichnung von 
Raphael herrühren, während die malerische Ausführung, soweit dieselbe 
zediehen, einem Gehilfen der Werkstatt zu Perugia und zwar dem 
Domenico Alfani zuzuweisen sei, 
Maria Kniefig. etwas unter Lebensgr. Pappelholz, h. 0,77, br. 0,56. 
Erworben 1827 von der Familie Lante in Italien. 
Santi, Kopie nach Raffaello Santi. Römische Schule. 
Johannes der Täufer in der Wüste. Auf felsigem 242 
Erdreiche sitzt der Täufer in jugendlichem Alter, ein Pan- 
therfell umgeworfen, das nur einen Teil des linken Armes 
und der rechten Hüfte bedeckt. Mit der erhobenen Rechten 
deutet er auf das links neben ihm an einem Baumstamme 
befestigte Kreuz. Die Linke hält ein Spruchband mit der 
Inschrift: Agnus Dei. Öde felsige Landschaft, links ein 
hoher Fels, dem eine Quelle entspringt. 
Nach dem in den Uffizien zu Florenz befindlichen Gemälde, das 
Raphael selbst zugeschrieben wird, Der Original-Entwurf, eine Zeich- 
hung in Rötel, befindet sich gleichfalls in den Uffizien. Die Berliner 
Kopie galt in Florenz, als sie durch Rumohr erworben wurde, für eine 
Jugendarbeit Francesco Rossi de’ Salviatis; ob mit Recht, bleibe dahin- 
gestellt, Vasari spricht von einem Bilde des als Jüngling dargestellten 
Täufers von der Hand des Rossi für den Kardinal Salviati, erwähnt 
aber nicht, daß dasselbe eine Kopie nach Raphael sel. 
Pappelholz, h. 1,65, br. 1,50. — Erworben 1829 durch Rumohr. — 
1884 an das städtische Museum zu Hildesheim abgegeben, 1904 nach 
Berlin zurückgenommen. 
Santi. Schule des Raffaello Santi. Umbrische Schule. 
.. Drei Bildchen in einem Rahmen.. In der Mitte: 144 
Christus auf dem Rande seines Grabes sitzend, hinter ihm 
das Kreuz. — Links: Bischof Ercolano, Schutzpatron 
von Perugia, in der Linken den Krummstab. — Rechts:
	        
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