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Full text: Beschreibendes Verzeichnis der Gemälde im Kaiser-Friedrich-Museum (Public Domain)

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Romanino, 
Romanino. Girolamo Romanino, bisweilen Girolamo 
Bresciano genannt. Zeichnet sich selbst öfters Hieronymus 
Rumanus de Brixia. Schule von Brescia. — Geb. zu Brescia 
um 1485, + ebenda 1566. Angeblich Schüler des Stefano 
Rizzi oder Floriano Ferramola zu Brescia; später von den 
Venezianern der Hochrenaissance beeinflußt. Tätig vornehm- 
lich in Brescia und Umgegend (Valle Camonica), zeitweilig 
in Padua (1513), Cremona (nach 1517, vielleicht auch schon 
vorher) und Trient (um 1540). 
Beweinung Christi. Der auf dem Bartuche liegende 
Leichnam wird von Johannes gestützt ‚ während Maria 
kniend das Haupt hält und Magdalena sich über die Füße 
beugt. Hinter Johannes steht Joseph von Arimathia mit 
den Kreuzesnägeln in der Rechten, neben ihm rechts der 
Stifter in schwarzer Kleidung. Auf der anderen Seite zwei 
Apostel, Zange und Hammer haltend. Zuäußerst links und 
rechts Maria Kleophas und Maria Salome, beide wehklagend. 
Hintergrund links die Grabeshöhle, rechts in der Ferne 
Jerusalem. 
Aus der mittleren Zeit des Meisters. — Ehemals in S. Faustino 
maggiore zu Brescia. 
_ Pappelholz, h. 1,85, br. 1,82. — Erworben 1841 aus dem Besitze 
des Grafen Bragnoli in Brescia, 
157 Maria mit dem Kind und Heiligen. Maria hält, 
auf dem Throne sitzend, das Kind in ihren Armen. Vorn 
rechts der hl. Rochus in Pilgertracht, mit der Linken auf 
die Wunde an seinem Beine weisend; neben ihm sein Hund. 
Links der hl. Ludwig von Toulouse im Königsmantel, in 
der Rechten den Krummstab, den er in die Königskrone 
am Boden stellt (Verzicht auf den Thron des Königreichs 
Neapel). Zwei schwebende Engel halten den Vorhang des 
Thrones, ein dritter, vorn auf der Thronstufe sitzend, spielt 
die Laute, Hintergrund Landschaft. 
Aus der früheren Zeit des Meisters. — Ehemals auf einem Altar 
in S. Francesco zu Brescia, 
Pappelholz, h. 1,69, br. 1,20. — Sammlung Solly, 1821. 
155 Romanino? Judith. In venetianische Tracht gekleidet, 
den Kopf des Holofernes auf silberner Schüssel tragend. 
Sie wendet sich leicht nach der Magd, deren Kopf links 
hinter ihr sichtbar ist. Rechts ein schlafender Kriegsknecht 
und Ausblick ins Freie. 
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