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Full text: Beschreibendes Verzeichnis der Gemälde im Kaiser-Friedrich-Museum (Public Domain)

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Eyck. 
Eine Kopie dieses Bildnisses, mit veränderter Handhaltung, findet 
sich in der Anbetung der Könige des kölnischen Meisters der hl. 
Sippe (um 1500) in Velen, wo der älteste König die Züge des Mannes 
mit den Nelken trägt. — Sammlung: Engels, Köln 1867. 
Brustbild in 3/4, Lebensgr. Eichenholz, h, 0,40, br. 0,31. — Samm- 
lung Suermondt, 1874. 
525C Maria mit dem Kind in der Kirche. Im Mittel- 
schiff einer gotischen Kirche steht die gekrönte Maria, das 
Kind auf dem rechten Arm haltend. Im Grund hinter dem 
Lettner zwei Engel in Meßgewändern, aus einem offenen 
Buche singend. 
Eine gute Wiederholung des Bildes vom J. 1499 unter dem Namen 
»Memling« im Museum zu Antwerpen, als Teil eines auf beiden Seiten 
bemalten Diptychons, mit einigen Veränderungen; eine zweite spätere 
in der Galerie Doria zu Rom, als die Tafel eines Diptychons, das 
dem Anfange des 16. Jahrhunderts angehört. Das Bild ist wahrschein- 
lich identisch mit dem von L. de Laborde im Besitz des Architekten 
Nan (Nantes) beschriebenen Gemälde. Der verlorene Originalrahmen 
trug die Inschrift: Mater . hec , est . filia , pater , hic . est . natus . quis . 
audivit . talia . deus . homo . natus . etcet . flos , floriolorum . appellaris. 
— Federzeichnungen der Komposition in der ehemaligen Sammlung 
von J. C. Robinson zu London, in den Uffizien zu Florenz und a, a. O 
Eichenholz, oben rund, h. 0,31, br. 0,14. — Sammlung Suermondt, 
1874. 
525D Bildnis eines Ritters vom Goldenen Vließ. In 
vorgeschrittenem Alter, mit bartlosem Gesicht. Nach links 
gewendet und ebendahin blickend. In hohem, dickem Filz- 
hut und schwarzem Brokatmantel, auf dem der Orden des 
Goldenen Vließes ruht. In den Händen einen Stab (wahr- 
scheinlich das Abzeichen seiner Würde). 
Nach Dimier und Weale ist der Dargestellte Baulduyn de Lannoy 
(eine diesen Namen tragende Zeichnung nach unserm Bilde in der 
Stadtbibliothek zu Arras). Baulduyn geb, 1386 (oder 1387), Gouverneur 
von Lille 1423, war 1428 mit Jan van Eyck in Portugal und gehörte 
1430 bei Gründung des Ordens vom Goldenen Vließe zu den ersten 
Dekorierten, — Das Bild wurde 1900 aus der Sammlung der Marchesa 
Coccapane in Modena erworben und war wahrscheinlich durch Erb- 
schaft aus der bekannten Genueser Familie Imperiali nach Modena ge- 
langt. Die Inschrift mit Tinte oder Tusche auf der Rückseite: Andrea 
Mantena scheint anzudeuten, daß sich das Bild um 1600, auf welche 
Zeit die Schrift weist, in spanischem Besitze befand.
	        
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