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A. Entstehung und erste Einrichtung

Full text: Das Märkische Provinzial-Museum der Stadtgemeinde Berlin von 1874 bis 1899 (Public Domain)

Bei der Menge der Gegenstände musste ‚er ‚einzelne Kataloge Gehülfen überlassen, insbesondere zog 
er den Registrator im Baubureau Magisitais-Sekretair Ferdinand Meyer und den in der Archiv- 
Verwaltung angestellten früheren Apotheker Rudolf Buchholz zu den Eintragungen zu. Der Letztere, 
dessen ursprüngliche Berufs- Studien neben seiner letzten Beschäftigung mit der Landes- und Lokal- 
geschichte ihn für den so vielseitigen Dienst in der neuen Museumsverwaltung geeignet erscheinen 
liessen, wurde: im Januar 1875 mit der Führung der Geschäfte nach Anleitung der inzwischen ein- 
gesetzten Direktion betraut. Als Geschäftszimmer diente zuerst das neben der Rotunde des Rathhauses 
gelegene Zimmer 100g, theilweise wurde auch das Zimmer des Stadtraths Friedel, 100f, mitbenutzt. 
Die Museums-Direktion wurde im Januar 1875 eingesetzt und bestand zunächst aus 
zwei Magistrats-Mitgliedern (dem Stadtrath Friedel, als Vorsitzendem und unmittelbarem Dirigenten des 
Dienstbetriebes und dem Kämmerer Runge) sowie aus drei Stadtverordneten (Virchow, Hermes, Pflug). 
Für wissenschaftliche Fragen, die der Lösung durch gelehrte oder praktische Spezialisten be- 
durften, wurde ein wissenschaftlicher Beirath bestellt, zu dem auch die grossen Berliner Vereine, 
die sich mit der Pflege der Alterthumskunde befassten, Delegirte entsendeten. 
Zu diesem Beirath gehörten zuerst: 
Prof. Dr. Robert Hartmann 
jymnas.-Direktor Dr. Kuhn | Delegirte der Berliner Anthropologischen Gesellschaft. 
Assistent a. Kgl. Mus., Dr. Voss 
Direktor Georg Hilt ; 1 Delegirte des Vereins f. d. Geschichte Berlin’ 
Geh. Registr. Dr. Brecht J 5 0 SS 
Baron v. Uslar-Gleichen, Del. des Vereins f. Gesch. d. Mark. ; 
Geschichtsmaler Aug. v. Heyden, Del. des Ver, f. Kunst des Mittelalters u. der Neuzeit. 
Stadtgerichtsrath Rosenberg. 
Stadtgerichtsrath Dannenberg. 
Yon den Herren in der Provinz, die von vornherein im Interesse des Vereins wirkten und 
ihm werthvolle Sammlungsstücke zuwandten, nennen wir u. a.: 
Lehrer Heinrich Lange in Oderberg i. d. Mark. 
Oberlehrer Dr. Jentsch in Guben. 
Dekonom Alexander Rabenau in Vetschau. 
Administrator Wallbaum in Gusow. 
Bürgermeister Gardemin in Spandau. 
Major v. Schmeling auf Niederlandin. 
Auch das Konsistorium der Provinz Brandenburg und das Provinzial-Schulkollegium förderten 
mittels besonderer Erlasse die Interessen des Museums.
	        
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