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Obergeschoss. Gemäldegalerie mit kleinen italienischen Skulpturen

Full text: Führer durch das Kaiser-Friedrich-Museum (Public Domain)

Gemäldegalerie. 
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Hendrick Mommers hervorzuheben. Auch das zu 
einer besonderen Gattung ausgebildete Architektur- 
stück, ebenso das Seebild hat tüchtige Meister auf- 
zuweisen. Für das erstere sind namentlich Barth. van 
Bassen (Nr. 695) und Emanuel de Witte (Nr. 898) 
zu nennen; im zweiten ist Ludolf Bakhuisen (Nr. 895) 
und Jan van deCappelle, letzterer mit einem vorzüg- 
lichen Bilde (Nr. 875 A) vertreten. Besonders reich und 
gut finden sich die verschiedenen Arten des Stillebens, 
die der Holländer mit jener Liebe und Sorgfalt gepflegt 
hat, die er dem Schmuck und Geräte seines reich aus- 
gestatteten Hauses, den Blumen und Früchten seines 
wohlversorgten Gartens zuwandte. Treffliche Beispiele 
bieten die Gemälde von Jan Weenix (Nr. 974A, und 
namentlich Nr. 919B), W.Kalf, Jan de Heem (Nr. 906 
und 906B), Jan van Huijsum (Nr. 972 A und B), Rachel 
Ruijsch und A. van Beijeren. 
Italienische Schule. Die italienische Schule ist 
in einer Weise vertreten, die der Galerie ein ganz be- 
sonderes Interesse verleiht. Die bedeutsamen Anfänge, 
welche die Kunst des Trecento ausmachen und durch 
eine neu erwachte selbständige Naturanschauung eine 
neue Gestaltungsweise und damit die große Zeit der 
Malerei vorbereiten, sind durch eine größere Anzahl lehr- 
reicher Beispiele gekennzeichnet, und zwar für die beiden 
Hauptschulen der Epoche, die florentinische und die sie- 
nesische. Von Giotto selbst, dem großen florentinischen 
Meister und Hauptbegründer der neuen Entwickelung, hat 
die Galerie ein kleines Werk aufzuweisen; von einem seiner 
Schüler, Taddeo Gaddi, der dem Meister besonders 
nahestand, ein sehr bemerkenswertes Triptychon (Nr. 1079) 
sowie ein Paar Tafeln, zu einer größeren Folge gehörig, 
denen Kompositionen Giottos zu Grunde liegen (Nr. 1073 
und 1074). Charakteristisch für die Schule Giottos ist 
auch die Madonna von Agnolo Gaddi. Sehr be- 
achtenswert ist ein reizendes Altärchen von Bernardo 
Daddi (Nr. 1064), das zugleich den Einfluß der 
Sienesen zeigt. — Noch besser stellt sich die Schule 
von Siena dar, besonders anziehend durch den Liebreiz
	        
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