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V. Kapitel. Grundsteinlegung

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David (Public Domain)

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Religion, geniessen, erkennen gegenwärtige Glieder der 
Reformirten Gemeine vor sich, eine der Grössesten zu seyn, 
daß Ew: Churfürstl: Durchl. auf ihr unterthänigstes Vor— 
stellen: welcher Gestalt die Dohm-LKirche allhier sämbtliche 
Religions-Verwandte ferner aufzunehmen zu enge fallen 
wolle; Sie auch wegen entlegenheit offters zu rechter Feit 
bey dem GoOttes-Dienste sich nicht einfinden könten; gnädigst 
verwilliget haben, daß sie einen bequemen Ort, zu Erbauung 
einer Reformirten Stadt. und Pfarr-Kirche erhandeln, 
solchen auffbauen, und ihren GOttes Dienst darinn ver— 
richten mögen. 
Gnädigster Herr, ietztgemeldte Reformirte Gemeine hat 
nicht allein diese gnädigste Concession, sondern auch ferner 
mit unterthänigsten Danck auffgenommen, daß Ew: Chur- 
fürstl: Durchl. über dieses, sowohl ietzigen als künfftigen 
Gliedern dieser Neu zu erbauenden Kirche, aus CLandes— 
fürstlicher Macht und Hoheit wolbedächtlich in Gnaden 
verliehen und confirmiret haben das Jus Patronatus 
über diese Stadt- und Pfarr-Kirche, gantz vollkommen und 
unbeschränkt, zu ewigen Seiten zu excerciren, auch so viel 
Prediger und Docentes, als sie gut befinden, bey der Kirche 
und Schule zu beruffen. Wie solches die deshalb ertheilte 
gnädigste Patenta mit mehren besagen. Dieses ist eine 
überaus grosse Wohlthat, welche die Anwesende und künfftige 
Glieder, dieser Reformirten Pfarr-Kirche geniessen, und 
giebt der heutige Tag jedermänniglichen sattsam zu erkennen, 
daß solche hohe Begnadigung nicht erschlichen, sondern von 
unserm Summo Episcopo und Gnädigstem Candes⸗Herren 
wohlwissentlich ertheilet worden, wie dero Durchl. Gegen⸗ 
wart und Hochansehnlicher Comitat dieses zur Genüge
	        
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