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Urkunden-Anghang

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David (Public Domain)

* 165 — 
der Tyranney des Antichrists seufzende rechtgläubigen an— 
treibet, Ew. Churfl. Durchl. hoher protection sich zu 
unterwerffen und unter dero gnädigsten beschirmung dem 
heiligen Gott sancto zu dienen und ihre nahrung zu suchen. 
Die Haupt Kirche der Reformirten, der Dom, ist die 
sämbtliche religions-Verwante auffzunehmen, viel zu enge. 
Einige der mitglieder beklagen die entlegenheit ihrer 
wohnungen von der Dom⸗Kirche. Das Glockengeleuthe 
können sie öffters nicht höhren. Die rechte Seit, zum 
Dienste Gottes sich einzufinden, können Sie, der gebühr 
nach nicht observiren. Das zuweilen einfallende trübes, 
ungestühmes, naßes und rauhes wetter verhinderte viele, 
sonderlich die in den Berlinischen Vorstädten sich aufhalten, 
Der Gemeine der heiligen und dem Dienste Gottes bey⸗ 
zuwohnen. Gnädigster Churfürst und Herr, der eyffer zum 
Gottesdienste hat verschiedene auff die Gedancken geführt, 
Ew. Churfl. Durchl. umb gnädigster erlaubniß unter— 
thänigst anzuflehn sich nach einer bequemen Stelle zum 
Bau einer parochial Kirche, zum Behuff der reformirten 
Gemeine, umbzusehen, damit Sie durch diejenige Prediger, 
so man künfftig vociren möchte, in dem Gottes-Dienste zu 
einem erbaulichen Leben und unsträfflichen wandel ange— 
frischt und unterhalten werden könne. Sie haben dazu des 
gewesenen Churfl: Cammerdieners Johann Kunkels vor— 
mahlige, itzo wüststehende, in der Kloster-Straße belegene 
Wohnung und dazu gehörigen weiten und raumen garten 
unmaßgeblig angetroffen. 
Ew. Churfl. Durchl. unsers gnädigsten und theuren 
Candes Herrn und summi Episcopi hocherleuchteten augen 
legen wir dieses unterthänigste, ohn Zweiffel dem höchsten
	        
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