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XII. Kapitel. Renovationen der Kirche

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David (Public Domain)

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Zollfreiheit für den im Harz gekauften Schiefer de dato 
27. Januar 1776. 
Am 18. Juli 1793 traf der Blitz die Rirche zum 
zweiten Mal. Am 4. August 1754 geschah es zum ersten 
Mal, er fuhr damals in die Kanzel, auf der gerade der 
Prediger Gronau son. stand, der jedoch noch mit dem 
Schreck davon kam. Auch am 18. Juli 1793 suchte sich 
der Blitz dieselbe Stelle aus, wahrscheinlich durch die den 
Deckel haltende eiserne UKette angezogen. 
Nun endlich versah man die Kirche mit Blitzableitern, 
die damals in Berlin bereits allgemeiner wurden; die Marien⸗ 
und Nicolai-Kirche waren mit solchen bereits versehen. Zu 
den Kosten wurde aus der Staatsbaukasse durch den Staats- 
und Justizminister am 30. Juli 1793 die Summevon200 Chlrn. 
bewilligt,) mit dem Hinweise, daß die Anlage beschleunigt 
werden solle, während die Gemeindemitglieder aus privaten 
Mitteln 158 Chlr. 20 Gr. beisteuerten, selbst die Prediger, 
welche mit Glücksgütern gemeinhin nicht gesegnet sind, 
schlossen sich von der Collecte nicht aus; so figurirt der 
Prediger Reinhardt mit 5 Thlr., hinzufügend „mehr kann 
ich nach meiner itzigen Cage nicht geben.“ Der Prediger 
Wilmsen schreibt: „Was meinen Beytrag zu dieser Sache 
betrifft, so erlaubt mir meine zahlreiche Familie nicht, mich 
zu mehr als zwey Thaler anzusezzen.“ 
Die Blitzableiter kosteten jedoch nur 346 Thlr. 12 Gr., 
so daß noch 12 Chlr. 8 Gr. verblieben, die im Jahre 1801 
zur Reparatur der Gartenzäune verwendet wurden. 
Kirchen-Archiv Acta Gewitterableiter betreffend.
	        
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