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XI. Kapitel. Kunstdenkmäler

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David (Public Domain)

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des Gießers und das Jahr des Gusses auf den Glocken 
selbst vermerkt ist. 
Dieses von de Grave gelieferte und von einem hol— 
ländischen Meister an Ort und Stelle eingerichtete Spiel 
functionirt noch heute ganz ausgezeichnet; es besteht aus 
37 Glocken, die in zwei Reihen übereinanderhängen und 
zwar in dem durchbrochenen, obersten Geschoß des Churmes. 
In einer Kammer des darunter liegenden Geschosses be— 
sindet sich das Walzenwerk, über dem die Anlage für die 
Ulaviatur und das Pedal liegt. 
Die Glocken selbst haben eine vollkommen überein— 
stimmende Ornamentirung: am Halse einen feinen Fries, 
sodann die Inschrift und darunter einen Blattkranz. Es 
wiederholt sich überall die gleichlautende Lünstlerinschrift: 
Jan Albert de Gravoe me fecit Amstelodami anno 
domini 1717. 
Die fünf größten Glocken haben noch folgende Wid— 
munssinschrift:) D. O. M. S. Friedericus Guilhelmus. 
Rex Borussiae Elector Brandenb. etc. ete. ete. has tri-— 
ginta septem campanas cum horologio musico 
parochiae huic Ref. Berlinensium amplissimo donavit 
MDOCOCXIII. 
Die größte Glocke hat eine Inschrift mit einer Wid— 
mung vom Jahre 1700, welche der auf der von Johann 
Jacobi gegossenen großen Glocke entspricht, und die Worte: 
„CLobet Ihn mit hellen Cymbeln, lobet Ihn mit wohl— 
Diese Inschrift ist einer bereits von Jacobi zum ersten Spiel 
gelieferten Glocke entlehnt, nur war damals die Gießer-Inschrift: 
Johann Jacobi fudit in Berlin anno 1713. Diese ursprüngliche In— 
schrift ist in den Acten des Kirchen-Archiv enthalten.
	        
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