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XI. Kapitel. Kunstdenkmäler

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David (Public Domain)

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wärtige hier gekostet, kommen sollen, weßwegen sie Vor—⸗ 
habens wären, ein gantz chor in Holland zu bestellen und 
solches wan nur der Jacobi die hiesige Glocken in dem 
Preise, wie er sie angegeben, nehmlich den Centner für 
36 CThlr. zurücknehmen möchte, zu Waßer hierher trans- 
portireon zu laßen, weile er aber in Güte hiezu nicht zu 
bringen seyn würde, unterdeßen er von Rechtswegen als 
Director des Gießens und Rödors Cavent nicht nur hie⸗ 
zu sondern auch zu Erstattung derer zu solcher Anordnung 
erforderten Kosten (jedoch die Fracht und was die neue 
Glocken an Gewicht mehr halten möchten ausgenommen) 
verbunden sey, sie derowegen alleruntherthänigst gebethen, 
Wir möchten zur Erörterung und Entscheidung dieser Sache 
eine Commission allergnädigst zu verordnen geruhen, 
welchem billigen petito wir denn conferiret; als befehlen 
wir euch hiermit in Gnaden euch forderlichst zusammen 
zu thun alle hiebey vorkommende Umbstände genau zu 
untersuchen, beyde Theile mit ihren Vorstellungen zu hören, 
und davon euren allerunterthänigsten Bericht mit beifügung 
eures Gutachtens abzustatten. Daran geschiehet Unser 
Wille und seyn euch mit Gnaden gewogen. 
Geben Berlin 1. Martii 1717. 
Un 
Friedrich Wilhelm 
Die Wirkl. Geheime Etats Räthe, den Kameke. 
von Printz auch von Orautæ auch 
Obristen von Linger. 
Am 12. März 1717 tritt die Commission zusammen 
und ermächtigt das Presbyterium der Kirche, sich aus den 
800 Chlrn., welche Jacobi für den Orgelbauer Röder 
als Caution gestellt hatte, zu befriedigen, und bestimmt
	        
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