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XI. Kapitel. Kunstdenkmäler

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David (Public Domain)

— 1060 — 
Am energischsten betrieb den Orgelbau der Geheime 
Secretair und Kirchen-Aelteste Hilmar Curas, von dem 
bereits verschiedentlich die Rede war. Er hatte die Idee, 
zu diesem Zweck eine Collecte zu veranstalten, wozu er 
auch schon am 30. Mai 1730 den Entwurf machte, indem 
er erklärte, „ein Orgelbau sei nöthig, nicht sowohl zu einem 
erlaubten Sierraht, als deswegen, weil in dieser so großen 
Kirche der rechte Tohn und gute Ordnung im Gesange 
mit dem gar kleinen Positif nicht recht gehalten werden kann.“ 
Schon am 12. Mai 1730)9) ist der 1. Prediger 
Dr. Elsner in der angenehmen Lage, an Curas den 
Empfang von 1500 Thlrn. berichten zu können, was 
diesem ein „Soli deo gloria!“ entlockt. Eine Dame 
spendet 50 Thlr. mit folgenden Begleitworten: Une bonne 
ameé, qui avoit legué dans son testament cinquante 
ôcus pour les orgues, les donne à présent ici d'avance. 
Ein anderer hochherziger Geber steht mit 2700 Chlrn. als 
Wohlthäter verzeichnet; hiervon wurden zum Orgelbau je⸗ 
doch nur 700 Thlr., hingegen 2000 Thlr. zur Schulden— 
tilgung verwendet. 
c) Die Glocken. 
Die Kirche besitzt für den gewöhnlichen Gebrauch vier 
Glocken, die in dem oberen massiven Geschoß des Churmes 
hängen. Die größte Glocke ist der Kirche bereits von Frie⸗ 
drich J. geschenkt worden, was aus der Inschriftersichtlich ist:) 
) Kirchen-Archiv. Acta 1750/831. 
) Binsichtlich dieser und der folgenden Inschriften folge ich nach 
einer Abschrift aus dem Jahre 1713, die sich im Kirchen⸗Archiv unter 
„Glockenspiel“ Acten befindet. So weit es anging habe ich dieselben 
mit den Originalen an den Glocken selbst verglichen.
	        
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