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XI. Kapitel. Kunstdenkmäler

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David (Public Domain)

schlüterscher Meister vorhanden sind. Immerhin läßt sich 
ein Einfluß Schlüterscher Kunst nicht verkennen. 
Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, vermuthete 
man, daß der Blitz, welcher zweimal an der Lanzel her— 
niederfuhr, durch eine den Schalldeckel haltende eiserne 
Kette, die bis zur Decke reicht, angezogen worden sei, und 
so wurde denn im August 1794, nachdem bereits die 
Kirche mit Blitzableitern versehen wurde, diese Lette ent— 
fernt. Infolge eines Gutachtens des Ober⸗Bauraths 
Becherer) empfing der Schalldeckel zwei Stützen, die sich 
mit der Brüstung der Kanzel verbanden; diese blieben, 
bis im Jahre 1884 der ganze Schalldeckel abgenommen 
wurde. 
b) Die Orgel. 
Was in Bezug auf das Ornament der Kanzel gesagt 
wurde, tritt in noch weit gröäßerem Maße bei dem Schmuck— 
werk der Orgel zu Tage. Hier ist alles schwungvoll und 
nicht ungeschickt componirt. 
Da entwickelt sich aus den Ecken der einzelnen Pfeifen— 
Abtheilungen heraus das Ornament und giebt diesem selbst 
dadurch eine ansprechende Umrahmung, (vgl. Abbild. 8. 104). 
Hier ist alles barock, von den geschweiften Grundformen 
des siebentheiligen Gehäuses bis zu dem durchbrochenen Schnitz- 
werk zu beiden Seiten desselben. Mitten in der Brüstung der 
Orgel-Empore ist ein reich ornamentirtes Schild mit dem 
Spruch „Singet und spielet dem Herrn.“ 
Entworfen und gezeichnet ist die Arbeit von dem 
) Kirchen-Archiv. Gewitter-Ableiter betreffende Acta.
	        
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