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X. Kapitel. Entwurf von Gerlach

Full text: Die Parochialkirche in Berlin / Joseph, David (Public Domain)

Am 3. Juni 1714 konnten bereits die Anstreicher 
arbeiten vergeben werden, es erhielt den Auftrag Wilhelm 
Cangerfeld, er sollte „den gantzen Thurm mit allem Zu⸗ 
behör von der obersten Spitze bis an die Erde mit guter 
leinöhlfarbe anstreichen und zwar nach des Herrn Majors 
Gerlach gut befinden, aber stein-Couleur.“ Die oberste 
Spitze erhielt gelbe Farbe, die Lswen „couleur de Bronce“, 
die Hammer und Federn wurden bläulich gestrichen. Für 
diese ganze Arbeit empfing Cangerfeld nur 520 Thlr., 
und zwar während der Lieferungszeit die Hälfte, während 
die andere Hälfte erst nach vollständiger Fertigstellung aus— 
bezahlt wurde. 
Die Arbeit des Bildhauers Führe giebt Gerlach zu 
Klagen Anlaß, so daß jener vor der Anfertigung der 
Hapitäle eine Probe zu liefern hatte; aber auch dann noch 
verlangte Gerlach, daß Führe einen der andern Bildhauer 
hinzuziehen sollte, sonst würde er darauf dringen, dem 
Führe die Arbeit zu entziehen.) Auch schon vorher, am 
15. Novbr. 1713, wies Gerlach in einem Schreiben an 
den Geheimen Rath Duhram auf die Unfähigkeit dieses 
Neisters hin und sprach die Befürchtung aus, daß dieser 
nicht „verlangtermaßen reussiren“ werde, und er „wolle 
nicht ermangeln, zum Besten des Baus dies schuldigst zu 
berichten.“?) 
Im August mangelt es der Kirchenkasse wiederum 
an Geld, und der Uirchenälteste Männlich wurde be— 
auftragt, eine neue Anleihe zu machen. Dies gelang ihm 
i) Kirchen-⸗Archiv Acta die Bleyarbeit des Thurmes betreffend. 
) Kirchen-Archiv Acta die Bildhauerarbeit des CThurmes be— 
treffend.
	        
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