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Dritter Aufzug

Full text: Schusselchen / Reicke, Georg (Public Domain)

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Mensch und will nicht kleinlich sein. Es 
ist albern, von seiner hübschen Frau zu ver- 
langen, dass sie mit keinem Menschen — 
na sagen wir, ein paar Blicke tauscht. 
Ausserdem . . der Bengel hat natürlich an- 
gefangen! Ist ja klar! Billetchen, süsse Worte 
und heimliche Besuche — Gott, ich weiss 
ja alles! Aber, siehst Du, wenn er das in 
so ’ner zudringlichen Weise noch einmal 
versucht, dann geb ich ihm zuerst ’n paar 
hinter die Ohren — in aller Freundschaft, 
verstehst Du; und wenn das nicht hilft, dann 
knall ich ’n runter, verlass Dich drauf! Aber 
da doch sicherlich nichts vorgefallen ist 
zwischen Euch — nicht wahr? ich meine 
was Schlimmes, da hab ich doch recht? 
Christine (ist inzwischen aufgesprungen, steht 
am Tische, an den sie sich anlehnt): Heinrich... 
wenn Du einen solchen Verdacht nur noch 
sinmal‘ aussprichst ... 
Heinrich: Na Ja, ja, ich sag ja garnichts 
. ich mein’ ja nur! 
Christine: Dann lauf ich einfach aus 
dem Hause. 
Heinrich: Auf Strümpfen! 
Christine: Ganz gleich! (Sie will ihre 
Schuhe nehmen.) 
Heinrich (kommt ihr zuvor und ergreift sie): 
So! — Nu lauf mal!
	        
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