Path:
Zweiter Akt

Full text: Der Roland von Berlin / Leoncavallo, Ruggiero (Public Domain)

29 
Baruch 
(ergreift mit gierigen Händen ein mit kostbaren Steinen besetztes Halsband). 
Ja freilich — bei meiner Seele — Gold — Rubinen — 
Saphire — (Legt es wieder zurück.) 
Rathenow 
(verabschiedet Baruch mit einer 
Nun denn: Auf übermorgen! 
Hand bewegung). 
Baruch 
(wendet sich zum Ausgang, kehrt aber nochmals um). 
Also: Die Freunde lassen’s zu, 
Daß Rathenow tritt einem Juden näher?! 
Und Schum .und Wintz in sich’rer Ruh’? 
Rathenow. 
Schweig! Worein mengst du dich, feiler Hebräer! 
Baruch. 
Eure Weisheit mag vergeben! 
Eine seltsam’ Erfahrung tu’ ich da eben. 
(Scharf betonend.) 
Die Salome, das unglückselige Mädchen, 
Das ihr Lieben 
Unter Ruten gebüßet 
Und dann von Euch noch ward vertrieben, 
War meine Tochter! 
Soll den, der sie geschändet, ich Euch nennen? 
Mögt Ihr zu solchem edlen Sproß als Vater Euch bekennen? 
(Mit wilder Befriedigung.) 
Er ist tot nun! Er ist tot! 
Und Ihr, die Ihr die Tochter mir entrissen, ; 
Bei dem Vater, dem Wuchrer, seid Ihr um Geld beflissen — 
Hahaha! 
Rathenow. 
Geh!
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.