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I.

Full text: Der Apoll von Bellevue! / Truth (Public Domain)

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„Verehrtester, lieber Dr. Mellnau! 
Nach reiflicher Ueberlegung muss ich leider Ihren 
w. Vorschlag, Ihr geschätztes Blatt betreffend, für meine 
Person ablehnen! Die Kosten eines solchen Unter- 
nehmens sind mir zu gross dem, entschuldigen. Sie, nur 
geringem Interesse gegenüber, das ich der „Zeit“ ent- 
gegenbringe — —. Ich bitte sie aber, meine Absage 
nicht erkaltend auf unsere langjährige Freundschaft 
wirken zu lassen, welche stolz und glücklich macht 
Ihren ergebenen 
Alexander Lorbeck.‘“ 
„Echt Lorbeck — einen Fusstritt und Handkuss 
— aber was soll ich thun, Anna —? — Dass Eduards 
Schicksal so uns mitreissen konnte —“ — Ernst be- 
deckte mit beiden Händen seine Augen — — „Schreck- 
lich, schrecklich — —1 Doch ich muss hin zu dem 
Schurken — er muss mir helfen! Beer auch — Beer ist 
quasi verpflichtet, für Eduards Beteiligung aufzukom- 
men — und die laufenden Kosten in der: „Zeit“ müssen 
gedeckt werden — den Vierteljahreszuschuss der 6000 
Mark müssen sie geben — dann — meinetwegen — —*“ 
Er blickte düster um sich, fast weinend blieben 
seine Blicke an den Möbeln hängen! 
Anna verstand ihn. Seit 14 Tagen waren wieder 
die Sachen versiegelt, und noch keine Aussicht, der 
diesmaligen Auktion zu entgehen — — — 
„Ich habe Dir alles vorhergesagt — Dich vor 
allem gewarnt — — heute kann ich Dir nur den Rat 
geben — die „Zeit“ muss .gehalten werden: — — — 
sprich mit Carl — Rudhart — die Regierung braucht 
vielleicht ein Blatt — — und Du hast so oft Deine Mei- 
hung geändert — also sprich mit Carl“ — wiederholte 
sie — „er kann, muss uns helfen — 1 
„Anna, Du bist ein Staatsweib — schnell meinen 
Hut und Stock — — gewiss — Du ‘hast recht — es 
ist ja sonnenklar —! Rudhart kann das brauchen — 
schon um endlich ein öffentliches Sprachrohr gegen 
Bismarck — —( „meinen Bismarck!“ seufzte er bitter) 
— — „Pfui Deibel noch ’mal — aber der Dalles — — 
Adieu, Anna — jetzt ist Carl noch zu Hause! Und
	        
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