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Full text: Der letzte Schritt / Tovote, Heinz (Public Domain)

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doch alles gut. Dann brachte ich sie bis in die Nähe 
ihrer Wohnung, die sie am Ersten verlassen wollie— 
Es war ihr unbehaglich vor den Wirtsleuten, zu bleiben. 
Dann fragte sie mich, wo ich wohnte, und wie 
unter einem Zwange hatte ich es ihr gesagt, ehe ich 
recht überlegen konnte. 
Sie erkundigte sich, was ich arbeitete; und ich 
behauptete, ich waͤre sehr fleißig. 
Als wir an der Bendlerstraße Abschied nahmen, 
sagte sie: 
— Wir könnten uns doch wirklich öfter treffen. 
Du siehst, ich habe mich in alles gefunden. Ich tue 
dir doch nichts. Versprich mir, daß wir uns öfter 
sehen, ich bin so schrecklich einsam und werde ganz 
trübsinnig. — 
Damit trennten wir uns. — 
Ich ging durch den Tiergarten zurück, die Linden 
entlang, am Schlosse vorbei zu meiner Wohnung wie 
im Traum. — 
Freilich, wenn sie nur annähernd früher so ge— 
wesen wäre, dann hätte alles anders kommen können. 
Zum ersten male seit vielen Monaten war ich 
ruhig. Meine Nerven belästigten mich nicht, ich ging
	        
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