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Band H. IV-VI

Volltext: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XXXIX.1889 (Public Domain)

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E. Kummer, Pulsometeranlage zur Förderung von Baggerboden bei Neufahiwasser. 
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Auf Grund der während der Arbeit gemachten Erfahrungen 
erschien es im vorliegenden Falle am zweckmäfsigsten, die Brunnen 
zunächst durch unmittelbare Bodenförderang unter Wasserhaltung 
soweit zu senken, bis der Unterschied zwischen AuTsenwasser 
und Brunnensohle etwa 3 m betrug. (Der größte Wasserspiegel- 
Unterschied, bei welchem noch Boden unter Wasserhaltung ge 
fördert worden ist, beträgt 4,12 m.) Es wurde dann mit Pum 
pen aufgehört und mit dem Verticalbagger weiter gesenkt, die 
letzten 0,30 m endlich wurden mit dem Sackbohrer herausge 
nommen. In dieser Weise sind 15 Brunnen gesenkt, bei 
6 Brunnen ist nur der Verticalbagger und Sackbohrer, bei 
einem nur der Verticalbagger zur Anwendung gekommen. 
Kosten der Ufermaner. 
Die Gesamtkosten der 284,5 m langen Ufermauer haben 
rund 153523 Ji betragen, das Längen-Meter Mauer kostet dem 
nach 540 Ji Der obige Betrag setzt sich folgendermaßen zu 
sammen: 
1. Maurerarbeiten und Material .... 94807*46 
2. Senken der Brunnen 22580*46 
3. Anlieferung und Verlegung der Brunnen 
schlinge 12 612 *46 
4. Heranschaffen, Bearbeiten und Einrammen 
der Eisenbahnschienen 1376*46 
5. Anschüttung von Inseln und Hinterfüllung 
der Ufermauer 4537*46 
6. Lieferung und Einrammen der eichenen 
Keibepfähle 2 518*46, 
7. Lieferung und Anbringung von Steige 
leitern und Schiffsringen 908 Ji 
8. Bauaufsicht 3 378 *46 
9. Insgemein 10807 Ji 
zusammen 153523*46 
Hierbei ist der Werth der eingerammten alten Eisenbahn 
schienen nicht mit berücksichtigt. Auf das Meter Ufermauer 
sind 9,6 m Schienen im Gewichte von rund 290 kg verbraucht, 
welche bei einem Verkaufswerth von 70 Ji für die Tonne 
rund 20.46 werth sind. Hiernach erhöhen sich also die Kosten 
für das Meter Ufermauer auf 560 Ji 
Die Mauer enthält an Mauerwerk für das Meter Uferlänge: 
• Ziegelmauerwerk 1,28 cbm 
Bruchsteinmauerwerk 12,23 cbm 
Beton 2,29 cbm 
Gewölbemauerwerk 1,89 cbm 
Deckplatten 0,18 cbm 
zusammen 17,87 cbm. 
Von Baustoff- und Arbeitspreisen seien erwähnt: 
1 cbm Bruchsteine ......... 5,50 Ji 
1000 Ziegelsteine 27,80*46 
100 kg Wasserkalk (gebrannt) ..... 1,32*41 
100 kg Trafs (gemahlen) 1,02 Ji. 
100 kg Portland-Cement 4,82 *46 
Anlieferung und Verlegung eines Brunnen- 
schlings (1,8 cbm Holz) 296,00 Ji 
Verankerung dazu 52,00 Ji 
Ausführung von 1 cbm Mauerwerk . . . 3,00 Ji 
Ausführung von 1 cbm Beton 5,50 Ji 
Senken eines fallenden Meters Brunnen . . 120,00*46 
Dafs der letztgenannte Satz den wirklichen Ausführungen 
kosten ziemlich entspricht, ergiebt sieb nach den Büchern des 
Unternehmers Meyer in Huhrort, welche den Unterzeichneten 
zur Verfügung gestellt sind. 
Der Unternehmer hat die 24 westlichen Brunnen gesenkt 
und zwar zusammen 98,88 fallende Meter, wofür er vertrags- 
mäfsig 11866 Ji erhalten hat 
Seine Ausgaben haben betragen: 
Arbeitslöhne 7161 Ji 
Kohlen für die Dampfmaschine (117 Betriebs- 
tage) 318 Ji 
Beförderung und Unterhaltung der Maschinen 
und Geräthe 1110 *46 
Als Unternehmergewinn ist anzusetzen 
1. 10 pCt der Arbeitslöhne 716*41 
2. Für Beaufsichtigung, Buchführung, Ab 
schreibung für Abnutzung der Geräthe 
usw. an 190 Arbeitstagen je 10 Ji, = 1900*46 
zusammen 11205 Ji 
Es sei hierzu noch bemerkt, dafs die Dampfmaschine, die 
Kreiselpumpe und der Verticalbagger seitens der Bauverwaltung 
gestellt worden waren, aber vom Unternehmer unterhalten wer 
den mufsten. 
Die Bauausführung begann im August 1883 und wurde 
im Mai 1886 beendigt. Das Senken der Brunnen fiel wesentlich 
in die Jahre 1884 und 1885; im Jahre 1883 wurden rund 3, 
1884 83 und 1885 63 fallende Meter Brunnen gesenkt. 
Die Oberleitung des Baues hatte der damalige Wasserbau 
inspector Haupt. Der Entwurf ist von dem damaligen Eegie- 
mngs-Baumeister Gerhardt aufgestellt, welcher auch die be 
sondere Bauleitung bis zum April 1884 hatte. Von da ab bis 
zum April 1885 erfolgte die Ausführung des Baues durch den 
damaligen Begienmgs-Baumeister Boden, sodann bis zur Voll 
endung durch den damaligen Regierungs-Baumeister Hohns. 
Aufserdem waren bei dem Bau nach einander die Regierungs- 
Baufübrer Bölte und Middeldorf thätig. 
Haupt. Hohns. 
Pulsometeranlage zur Förderung von Baggerboden aus Prähmen 
bei Erbauung eines Bohlwerks am linken Weichselufer oberhalb Neufahrwasser. 
(Mit Zeichnungen auf Blatt 34 im Atlas.) 
Bei den Baggerarbeiten für den Bau des Bohlwerks der 
Weichseluferbahn auf dem linken Ufer der todten Weichsel 
oberhalb Neufahr waeser im Jahre 1887/88 stellte sich heraus, 
dafs ein Theil des gewonnenen Bodens dickbreiiger Schlick 
war, der nur schwierig ans den Prähmen ausgekarrt werden 
konnte. Soweit als angängig, wurden Prähme mit derartigem
	        
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