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Full text: Der Schwimmer / Mackay, John Henry (Public Domain)

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fort. Als er dann zufällig nach einer Weile wieder 
zu dem Tisch hinübersah, sah er noch immer ihre 
Augen auf sich gerichtet, so fest und unverwandt, daß 
jeder Irrtum ausgeschlossen war, und er konnte sich 
des Gedankens nicht erwehren, daß sie ihn während 
dieser ganzen Weile so angesehen haben mußte. Dies— 
mal wandte er sich noch schneller ab und betrachtete 
noch aufmerksamer die Decke, die Wände und die 
übrigen Gäste. Es war ihm unbehaglich, so ange— 
stiert zu werden. 
Dann — als er nach einigen Minuten wieder hin— 
schaute, überzeugt, dem eigentümlich festen und ruhi— 
gen Blicke nicht mehrzu begegnen, sah er die Dame un⸗ 
verändert wie vorher zurückgelehnt in ihrem Stuhle 
sitzen und ihre Augen unverwandt auf seinem Ge— 
fichte ruhen. Diesmal begegneten sich ihre Blicke: 
der Felder's unruhig, herausfordernd⸗fragend, der 
der Fremden unverändert ruhig, überlegen, fast 
gleichgiltig, als sei es selbstverständlich, daß sie ihn 
m dieser Weise mustere; und ohne die geringste Ver⸗ 
änderung, wie ihr Blick, blieb auch der Ausdruck 
ihrer Züge. 
Er wurde unruhig. Jetzt wußte er, daß er sich 
nicht täuschen konnte. 
Er ergriff eine Zeitung, starrte verständnislos
	        
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