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Full text: Der Schwimmer / Mackay, John Henry (Public Domain)

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beiden anderen; in leidenschaftlicher Debatte suchten 
sie sich gegenseitig zu überzeugen. 
Felder hatte sich eine Zeitung geben lassen, las 
aber nicht, sondern sah sich bewundernd um. Er war 
zum ersten Male hier. Er war nicht mehr der un— 
erfahrene Junge aus dem Osten Berlins, der nichts 
außer seinem Stadtteil kannte, sondern ein gereister 
Mann, der Vergleiche anstellen konnte. Aber dies 
schien ihm doch eines der schönsten Cafés zu sein, 
das er je gesehen hatte. Ueberall Gold und Marmor 
und Spiegel bis an die Decke hinauf; und dazu 
stimmte die Eleganz des Publikums, der ruhig-vor— 
nehme Ton, der hier herrschte und der selbst seine 
Kameraden zwang, ihre lauten Stimmen zu 
dämpfen; und die leise Art der Kellner, die in ihren 
blendend-weißen Schürzen kamen und gingen, ohne 
daß man es merkte. 
Es waren nicht sehr viele Gäste außer ihnen 
in diesem Teil des Saales. An einem Tisch unweit 
von ihnen saß ein Herr mit einer Dame, dessen Ge⸗ 
sicht er nicht sehen konnte, da er ihm den Rücken zu⸗ 
drehte. Die Dame war sehr elegant gekleidet, saß 
zurückgelehnt in ihrem Stuhl, und während Fel— 
der's Blick von der Betrachtung des Saales zu ihr 
zurückkehrte, bemerkte er, wie sie ihn ansah. Er blickte
	        
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