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Full text: Der Schwimmer / Mackay, John Henry (Public Domain)

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— Û 
Staub aus den Augen und die Qualen vom Herzen 
wäschest und sie nur sinken läßt, wenn sie, dumm 
und ungeberdig, Dich mißhandeln mit plumpen Ge— 
berden und ungeschickten Fäusten, und, das Un— 
mögliche heischend, in Dir den Himmel suchen. 
Sie alle, die vergessen, daß Du nicht wie ein Sklave 
behandelt sein willst, und es Dir verdenken, wenn 
der Freie sich im Zorn empört und die ungebetene 
Last von sich abschüttelt und begräbt. 
Aber nicht alle haben Dich vergessen. 
In einigen lebt noch die Sehnsucht nach Dir 
fort, wie das Verlangen nach der Reinheit aus dem 
Schmutze, und wenn sie zu Dir kommen, so nimmst 
Du sie in die Arme, wiegst sie, küssest sie und ver— 
giltst tausendfach jede ihrer noch so ungeschickten Lieb— 
kosungen. Und wer sich Dir einmal so zu eigen gab, 
der begehrt den Himmel nicht mehr und kehrt nur 
auf die Erde zurück, weil ihr Staub ihn gebar und 
ihn nährt, der kehrt zu Dir zurück, wann immer er 
kann, der ist Dein eigen geworden für Lebenszeit ... 
Einer von diesen Wenigen war Franz Felder. 
Als sich kaum die kleinen, dicken Kinderfäuste von 
der Mutterbrust gelöst, hatte ihn das erste, selbst⸗ 
ständige Lebens-Verlangen nicht auf das weite 
Feld der Erde, sondern in die stummen Tiefen des
	        
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