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Full text: Der Schwimmer / Mackay, John Henry (Public Domain)

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sorglos zu lächeln, aber er konnte es nicht. Er hatte 
nur den einen Wunsch, daß alles vorbei sein möchte. 
Dann sah er, wie der Starter auf das eine der 
unteren Sprungbretter trat und seine Fahne 
schwang. Der Lärm in der Halle verminderte sich, 
Rufe um Ruhe wurden laut, und eine klare Stimme 
tönte bis in den fernsten Winkel des Raumes: 
„Neunte Konkurrenz: Schwimmen über hundert 
Meter um die diesjährige Meisterschaft Berlin's. 
Herr Wenzel vom Schwimmklub „Poseidon“ 
schwimmt wegen plötzlich eingetretenen Unwohl— 
seins nicht mit.“ 
Ein Murmeln der Ueberraschung erhob sich auf 
verschiedenen Seiten. Dann lösten sich aus den 
dunklen Massen schnell einige helle, nackte Gestalten 
und sprangen mit kurzem Ruck in das Wasser. Felder 
hatte kein Wort verstanden. Er fühlte sich plötzlich 
vorwärtsgestoßen und sah, wie der Raum vor ihm 
frei wurde. Er trat vor. 
Einen Augenblick — eine kurze Sekunde — 
stand seine jugendlich-schlanke, ebenmäßige Gestalt 
allein über dem Bassinrand in der Mitte unzähliger 
Blicke und überstrahlt von dem grellen Lichte der 
Bogenlampen, als könne sie sich nicht entschließen, 
den Sprung zu thun — dann streckte Felder die Arme
	        
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