Path:
Der Diktattag

Full text: Die Berliner Familie / Graeser, Erdmann (Public Domain)

Die Berliner Familie 
111 
schöner Tag. Die „Abschieler“ setzt „er“ ge— 
wöhnlich ganz vorn auf eine Bank zu— 
sammen. Mitunter hat man Glück und 
kommt erst recht mit einem zusammen, der 
was kann, denn da vorn sitzen die „Guten“. 
Wenn man aber Pech hat, bekommt man 
einen Nachbarn, der selber abschreiben will 
und diese Absicht dadurch zu erkennen gibt, 
daß er einem — bevor es noch angefangen 
hat — die Hosen 'runtertritt. 
Am besten, man kann auf seinem Platz 
bleiben, da ist man häuslich eingerichtet 
und hat Nachbarn, auf die man sich wirk— 
lich verlassen kann. Denn es gibt welche, 
die vor Beginn sehr trenherzig tun und auf 
jedes Schutz- und Trutzbündnis bereitwilligst 
eingehen. Wenn sie aber merken, daß sie 
nichts abgucken können, halten sie die Hand 
vor oder zeigen es gar an. Was hat man 
davon, daß man sie nachher auf dem Schul— 
weg „vatobakt“?! 
Und so ein Platz, den man ein paar 
Wochen gehabt, hilft fast immer zur Ver— 
setzung. Der Vordermann mit seinem 
breiten Buckel macht sich willig der Hehlerei 
—DDD 
sofort aufzurichten hat, wenn man hustet.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.