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Sechstes Kapitel. Bei Prinz Louis

Full text: Schach von Wuthenow / Fontane, Theodor (Public Domain)

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Schach von Wuthenow. 
Spree fort, auf die Westlisieère des Thiergartens. 
Anfahrt und Aufgang waren von der Rückhkseite 
her. Eine breite, mit Teppich belegte Treppe 
führte bis auf ein Podium und von diesem auf 
einen Vorflur, auf dem die Gäste vom Prinzen 
empfangen wurden. Bülow und Sander waren 
bereits da, Massenbach und Phull dagegen hatten 
sich entschuldigen lassen. Schach war es zufrieden, 
fand schon Bülow mehr als genug, und trug kein 
Verlangen die Zahl der Genialitätsleute verstärkt 
zu sehen. Es war heller Tag noch, aber in dem 
Speisesaal, in den sie von dem Vestibul aus 
eintraten, brannten bereits die Lichter und waren 
(übrigens bei offenstehenden Fenstern) die Jalousien 
geschlossen. Zu diesem künstlich hergestellten Licht, 
in das sich von außen her ein Tagesschimmer 
mischte, stimmte das Feuer, in dem in der 
Mitte des Saales befindlichen Kamine. Vor 
eben diesem, ihm den Rücken zukehrend, saß 
der Prinz, und sah, zwischen den offenstehenden 
Jalousiebrettchen hindurch, auf die Bäume des 
Thiergartens. 
„Ich bitte fürlieb zu nehmen,“ begann er, 
als die Tafelrunde sich arrangirt hatte. „Wir 
sind hier auf dem Lande; das muß als Ent— 
schuldigung dienen, für alles was fehlt. A la
	        
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