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Fünftes Kapitel. Victoire von Carayon an Lisette von Perbandt

Full text: Schach von Wuthenow / Fontane, Theodor (Public Domain)

Schach von Wuthenow. 
7] 
hasse das Wort „ritterlich“ und habe doch kein 
anderes für ihn. Eines ist er vielleicht noch 
mehr, diskret, imponirend, oder doch voll natür— 
lichen Ansehns, und sollte sich mir das erfüllen, 
was ich um der Mama und auch um meinetwillen 
wünsche, so würd es mir nicht schwer werden, 
mich in eine Respektsstellung zu ihm hinein zu 
finden. 
Und dazu noch eins. Du hast ihn nie für sehr 
gescheidt gehalten, und ich meinerseits habe nur 
schüchtern widersprochen. Er hat aber doch die 
beste Gescheidtheit, die mittlere, dazu die des redlichen 
Mannes. Ich empfinde dies jedesmal, wenn er 
seine Fehde mit Bülow führt. So sehr ihm 
dieser überlegen ist, so sehr steht er doch hinter 
ihm zurück. Dabei'fällt mir mitunter auf, wie 
der Groll, der sich in unserm Freunde regt, ihm 
eine gewisse Schlagfertigkeit, ja, selbst Esprit 
verleiht. Gestern hat er Sander, dessen Per— 
sönlichkeit Du kennst, den Bülowschen Sancho 
Pansa genannt. Die weiteren Schlußfolgerungen 
ergeben sich von selbst, und ich find es nicht übel. 
Sanders Publikationen machen mehr von 
sich reden, denn je; die Zeit unterstützt das 
Interesse für eine lediglich polemische Litteratur. 
Außer von Bülow sind auch Aufsätze von Massen—
	        
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