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Neunzehntes Kapitel. Die Hochzeit

Full text: Schach von Wuthenow / Fontane, Theodor (Public Domain)

Schach von Wuthenow. 
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etwas bedeutet habe. Denn so sehr sie gegen 
dem Aberglauben sei, so glaube sie doch an 
Sympathie, natürlich bei abnehmendem Mond. 
Und der ganze Nachmittag stehe noch so deutlich 
vor ihr, als wär es gestern gewesen, und wenn 
manche so thäten, als wisse man nichts, so hätte 
man doch auch seine zwei gesunden Augen, und 
wisse recht gut wo die besten Kürschen hingen.“ 
In diesen Satz vertiefte sie sich immer mehr, 
ohne daß die Bedeutung desselben dadurch klarer 
geworden wäre. 
Nach Tante Margueritens Toast löste sich 
die Tafelreihe; jeder verließ seinen Platz, um 
abwechselnd hier oder dort eine Gastrolle geben 
zu können, und als bald danach auch die großen 
Jostyschen Devisenbonbons umhergereicht und 
allerlei Sprüche wie beispielsweise „Liebe 
wunderbare Fee, Selbst dein Wehe thut nicht 
weh“, aller kleinen und undeutlichen Schrift un⸗ 
erachtet, entziffert und verlesen worden waren, 
erhob man sich von der Tafel. Alyensleben 
führte Frau von Carayon, Sander Tante Mar⸗ 
guerite, bei welcher Gelegenheit, und zwar über 
das Ruth-Thema, von Seiten Sanders allerlei 
kleine Neckereien verübt wurden, Neckereien, die 
der Tante so sehr gefielen, daß sie Victoiren, 
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