Path:
Siebzehntes Kapitel. Schach in Charlottenburg

Full text: Schach von Wuthenow / Fontane, Theodor (Public Domain)

206 
Schach von Wuthenow. 
hinaus, wohin inzwischen der Hof übersiedelt 
war. Er nahm seinen Weg durchs Branden⸗ 
burger Thor und die große Thiergartenallee, 
links hinter ihm Ordonnanz Baarsch, ein mit 
einem ganzen Linsengericht von Sommersprossen 
überdeckter Rothkopf mit übrigens noch rötherem 
Backenbart, auf welchen rothen und etwas ab⸗ 
stehenden Bart hin Zieten zu versichern pflegte, 
„daß man auch diesen Baarsch an seinen 
Flossen erkennen könne.“ Wuthenower Kind 
und seines Gutsherrn und Rittmeisters ehemaliger 
Spielgefährte, war er diesem und allem, was 
Schach hieß, selbstverständlich in unbedingten 
Treuen ergeben. 
Es war vier Uhr Nachmittags und der 
Verkehr nicht groß, trotzdem die Sonne schien 
und ein erquickender Wind wehte. Nur wenige 
Reiter begegneten ihnen, unter diesen auch ein 
paar Offiziere von Schachs Regiment. Schach 
erwiderte ihren Gruß, passirte den Landwehrgraben 
und ritt bald danach in die breite Charlotten⸗ 
burger Hauptstraße mit ihren Sommerhäusern 
und Vorgärten ein. 
Am türkischen Zelt, das sonst wohl sein 
Ziel zu sein pflegte, wollte sein Pferd einbiegen; 
zwang er es aber weiter und hielt erst bei dem
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.