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III. Allzumenschliches

Full text: Cornichons / Weber, Alexander O. (Public Domain)

An Frixtzi! 
Mein Geist wünscht, daß ich fern Dir bliebe, 
Allein mein Herz ist liebesblind, 
Ich hasse mich, weil ich Dich liebe, 
Dich Teufelsweib, Dich süßes Kind! 
Wenn uns're Rüsse werden Bisse, 
Und ich kaum Atem schöpfen kann, 
Vergiftet mir Dein Wort die Rüsse: 
„Genau so küßte mich mein Mann!“ 
Wenn ich zu Deinen Füßen liege, 
Mein Haupt in Deinem lieben Schoß, 
Wenn als Besiegter ich noch siege, 
Genieße wild und schrankenlos, 
Dann sprechen Deine heißen Augen 
Mit feuchtem Glanz, als wenn Du weinst, 
In Blicken, die mein Herzblut saugen: 
„Genau so küßte Mietja einst!“ 
Wenn sich in still verschwieg'nen Stunden 
Preßt' Mund an Mund und Brust an Brust, 
Wenn Leib und Seele sich gefunden 
In wilder Sehnsucht, toller Cust, 
Wenn wir uns kratzten, würgten, bissen, 
So wie es unter Tigern Brauch, 
Dann fühlte ich bei Deinen Rüssen: 
„Genan so war der Oberst auch!“
	        
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