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Widmungen, Ansprachen, Festgesänge[,] Denk- und Trinksprüche[,] Reden und Episteln in Versen

Full text: Aus dem Leben / Trojan, Johannes (Public Domain)

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Sür alles, was sie ihm verkaufen — und 
Es ist nicht immer gut — verlangen sie 
Berliner Preise und ein wenig mehr. 
Allein wer, frag' ich mich, ist schuld daran? 
Wenn das verdorbne Volk der Hauptstadt nie 
In dieses stille Dorf gekommen wäre, 
Die es bewohnen, wären unschuldsvoll, 
Zufrieden noch und kindlichen Gemüts, 
Wie es der Neuen Welt Bewohner waren, 
Bevor der Spanier ihren Strand betrat. 
Darum mit Grimm betrachte jedesmal 
Ich den Geheimrat, wenn an meiner Tür 
Vorbei er geht dem nahen Walde zu, 
Wo er sich Beeren sucht fürs Abendbrot. 
Der, denk' ich, ist es, der das Volk verdirbt! — 
Vermutlich denkt er ebenso von mir. 
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Es ist die Zeit, da voll in Schoten stehn 
Die großen Bohnen, die in Preußens Farben 
Schwarz⸗weiß erblühn. Die Schwalben haben schon 
Im Sliegen unterrichtet ihre Jungen 
Und ausgeführt; die aber wundern sich, 
Wie doch die Welt so weit ist und so — naß! 
Denn schon so lange regnet jeden Tag 
Es unermüdlich, jeden Tag auch weht 
Gleich kräftig der verdrießliche Südwest, 
Der uns verhaßt noch aus besondrem Grunde,
	        
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