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Drittes Buch III. Gen Abend

Full text: Lieder und Gedichte / Rodenberg, Julius (Public Domain)

165 —. 
Dem Andenken meiner Mutler. 
J. 
Noch klingt mir aus Deinem Munde 
Mit lieberfülltem Ton: 
„Willkommen zu jeder Stunde, 
Zu jeder Zeit, mein Sohn!“ 
Das waren die letzten Worte, 
Die Deine Hand mir schrieb — 
Nun an der Himmelspforte 
Harrst mein Du, Mütterlein lieb. 
Du lauschest nun anderen Chören 
Und schaust ein anderes Licht — 
Dich werden wir nicht mehr hören, 
Wo doch Alles von Dir noch spricht. 
II. 
Friedlich wie zum Sabbath eingegangen 
Bist Du in die Ewigkeit, 
Und es standen, um Dich zu empfangen, 
Alle Deine Lichter schon bereit. 
Die gesegnet Du mit frommen Händen 
Nach der Wochen unverdroßnem Thun, 
Wollen freudig Dir den Willkommen senden, 
Denn im ew'gen Sabbath ruhst Du nun; 
Angethan mit einem weißen Kleide, 
Das Du manchmal in der Thränen Quell 
Wuschest und im bittren Herzeleide, 
Doch jetzt ist es ewig rein und hell.
	        
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