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verteidigt, und einer seiner Freunde, der Staatsminister
v. Beyme, hatte gar dem Autor bewundernde Briefe darüber
geschrieben, ihm aber auch zu bedenken gegeben, daß der Ausdruck
„ein Buch der Bewegung“, wie Mundt sein Werk genannt, allein
schon ausgereicht habe, „allgemeines Schrecken zu verbreiten.“
Eine persönliche Bekanntschaft zwischen Mundt und Gutzkow
bestand nun damals noch nicht; Proelß (a. a. O. S. 323) irrt
sich in dieser Annahme, verleitet durch Gutzkows eigene Aus—
sage in den „Rückblicken“. Aus späteren Briefen Mundts
geht hervor, daß er ihn erst im Oktober 1835 in Frankfurt
kennen lernte. Gutzkow gab seit dem 1. Januar das Literatur—
blatt zum „Phönir“ heraus und ging hier mit seinen jungen
Kollegen ebenso scharf ins Gericht wie mit der älteren Literatur;
seine Vorrede zur Neuausgabe der Schleiermacherschen Lucinden⸗
briefe war Anfang dieses Jahres erschienen und erregte be—
sonders in den theologischen Kreisen Berlins einen Sturm der
Entrüstung; Steffens Verdacht von einer Conspiration des
Autors der „Madonna“ mit dem kecken Verfasser der Vorrede
ist ein deutliches Symptom. Auf diese Publikation bezieht sich
folgende Stelle eines Mundtschen Briefes an Varnhagen vom
23. April 1835, die alles eher denn eine „intime Beziehung“
zwischen dem Herausgeber des „Literarischen Zodiacus“ und
dem des Literaturblattes vermuten läßt:
„Die neuen Gutzkowschen Literaturblätter sind mir noch
nicht zugegangen. Ich war eben im Begriff, über die Schleier—
macherschen Briefe zu schreiben, die durch jenen auf eine so
schmutzige Weise bevorwortet worden, als ich erfuhr, daß er
mich in seinen letzten Nummern von neuem angegriffen. Um
nicht den Schein einer absichtlichen Erwiderung darauf zu ge—
winnen, stellte ich meinen Aufsatz sofort ein; möchte aber doch
Herrn Gutzkow später einmal, nachdem der Angriff auf mich
vergessen, genau charakterisiren, um ihn dann nie wieder zu
berühren. Mir schickt er nicht einmal die Blätter, worin er
sich mit mir zu thun macht, und ich finde den ganzen „Phönix“
sonst nirgends in Berlin. Aber ich kenne Gutzkow so genau,
daß ich schon weiß, was er über mich geschrieben haben kann.“