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zu sein, volle Anerkennung ausspricht und demselben ein Fah-
nenband verleiht mit der Bestimmung, dass dasselbe am Festtage
feierlich an die Fahne zu befestigen sei. General- Lieutenant
von Freybold fugte der Verlesung dieser Kabinetsordre warme
Worte des Dankes hinzu und vollzog den ihm gewordenen
Allerhöchsten Auftrag, indem er das Band an die Fahne be-
festigte, während die Cadetten präsentirtcn. Darauf begann der
Gottesdienst, bei dem der CadettenpfatTer Bollert über das
Wort: "Bis bierher hat der Herr geholfen" predigte.
Nach Beendigung des Gottesdienstes liess Se. :Majestät der
König sieb die Lehrer und Beamten der Anstalt vorstellen.
Die Cadetten marschierten unter Führung des Commandeurs
des Berliner Cadettenhauses, Major des Barres (gegenwärtig
General- Major und Präses der Ober- Militär- Examinations-
Commission) nach dem Spielbof, wo sie sich zur Parade auf-
stellten. Nach dem Vorbeimarsch richtete Se. Majestät folgende
Ansprache an die Cadetten:
"Es ist ein ebenso schönes als bedeutungsreiches Fest, zu
dem wir heute versammelt sind. Die Absichten, welche der
Königliehe Stifter in Seiner W eisbeit bei Gründung der Ca-
dettenanstalt gehegt, sie haben sich im Laufe von anderthalb
Jahrhunderten auf das Glänzendste bewährt. Das lehrt die Ge-
schichte des Vaterlandes, die Geschichte der Armee, das haben
wir soeben durch die kurze Darstellung erfahren, was die aus
dieser Anstalt Hervorgegangenen von früh an und namentlich
im letzten Kriege geleistet haben. Die Zahl derer, welche für
den Ruhm, die Grösse und Wolfart des Vaterlandes ihr Leben
eingesetzt und geblutet oder Auszeichnungen erfahren, giebt
laut redend Zeugnis von dem Geiste, der diese Anstalt von
je her erfüllt bat. Für Sie, die diesen schönen Tag noch als
Zöglinge erleben, mögen dies aufmunternde Beispiele sein, denen
nachzuahmen Ihre Vorgesetzten und Lehrer Sie in so treuer
Pßicbterftlllung anleiten. Lassen Sie mich erfahren, dass dieser
Geist, der allein durch Religion und Gesittung begründet
werden kann , sieb auch in Ihnen entwickelt bat und fortlebt,
damit Sie einst in der Armee den Geist, den Sie dort finden
werden, fortpflanzen können und sieb zu solchen Taten zu be-
geistern vermögen, wie sie in Marmor, in den Aufzeichnungen