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V. Chamisso und Frau von Staël

Full text: Aus Chamissos Frühzeit / Chamisso, Adelbert von (Public Domain)

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ist, sondern wegen einiger Worte, die in Ver— 
bindung stehen mit der Aufforderung, diese 
Untugend abzulegen und wegen der kurzen Be⸗ 
merkung über Religion. Was für einen Plan 
die Herrin von Coppet mit ihrem deutsch-fran⸗ 
zösischen Gaste hatte, ob eine Anstellung etwa 
in ihrem Hause als Erzieher, Vorleser oder 
Reisebegleiter, oder sonst in einer Familie, ist 
freilich nicht zu bestimmen. Auch die Worte 
über Religion sind etwas dunkel und lassen es, 
da wir Chamissos Brief nicht besitzen, unklar, 
was er denn eigentlich gesagt hat, um diese 
Entgegnung hervorzubringen. Aus dem Schluß 
des Briefes scheint aber hervorzugehen, daß der 
in der Ferne Lebende sich aus den Banden der 
Zauberin zu befreien suchte und doch wieder 
den Lockungen unterlag, die von der mächtigen, 
so viele unterjochenden Frau auch auf ihn aus⸗ 
geübt wurden. Der Brief selbst, der wie die 
meisten übrigen in diesem Buche abgedruckten 
Aktenstücke aus den Handschriftenschätzen der 
Varnhagenschen Sammlung in der Berliner Kgl. 
Bibliothek entnommen ist, lautet so:
	        
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