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IV. Chamisso und Helmina von Chézy

Full text: Aus Chamissos Frühzeit / Chamisso, Adelbert von (Public Domain)

237 — 
könnt, ich hätte es gethan. Mein Leben, das 
sich über seine Ufer vergossen, tritt jetzt in sein 
enges schattiges Bette fromm zurücke, gemessener 
und klares Laufes hinabzufließen bis dahin, 
wo es soll. Mit Dir sei aber Seegen und 
Freude — gedenke, Du Gute, Deines glück— 
lichen und innig Dich liebenden Bruders. 
Dr. Ad. v. Ch. 
An mehreren Stellen hat die Empfängerin 
rote Striche, einmal auch ein Ausrufungszeichen 
gesetzt, an die nämlich, wo der Schreiber davon 
sprach, daß er nie an ein anderes als häus— 
liches Glück geglaubt habe und wo er der 
Adressatin die Grausamkeit ihres Geschickes vor— 
hielt. Varnhagen, dem wir die Aufbewahrung 
dieser Schriftstücke verdanken, schrieb darunter: 
„Die Antwort Chamissos ist hart und 
widrig. Er braucht der Armen nicht ihr Schicksal 
zum Vorwurf zu machen, das er übrigens ver— 
schlimmern half. Er hatte sie mit Heftigkeit 
geliebt. Und jetzt!“ 
Seien wir gerecht! Die Antwort Chamissos
	        
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