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VII. Kapitel. Leitung der Leipziger Stadttheater im Verein mit Friedrich Haase. 1870-1876

Full text: Erinnerungen aus meinem Leben / Strantz, Ferdinand von (Public Domain)

152 „Aladin“ von Gustav Räder. Weitere Engagements. 
beitrug. Ersterer pflegte nach längerem Kampfe sein 
Schwert dem Gegner mit den zeitgemäßen Worten zu über— 
geben, die Kaiser Napoleon gesprochen hatte: „Da es mir 
nicht gelungen ist, an der Spitze meiner Armee zu fallen, 
übergebe ich hier meinen Degen.“ Das Publikum geriet 
dabei jedesmal in patriotische Raserei. 
Einige glückliche Engagements vervollständigten unser 
Personal. Für die Oper gelang es uns, Eugen Gura bis 
zum Schluß der Direktion 1876 zu gewinnen. Während 
unser Bariton Lehmann anderswo Stellung fand, und 
Herr Schmidt, eine Perle für jede Direktion, für das 
königliche Opernhaus in Berlin verpflichtet wurde, waren 
wir in der Lage für Baßpartieen Franz Krolop nach bei— 
fälligem Gastspiel zu engagieren. Die Oper besaß somit 
folgende Mitglieder: die Herren Groß, Ehrke, Gura, 
Hacker, Rebling, Krolop, Hertsch; die Damen: Borré, 
Bosse, Zimmermann, Gutzschbach, Mahlknecht, Peschka— 
Leutner, Preuß; ein vorzügliches Ensemble. Der frühere 
Theaterdirektor Behr, welcher am Leipziger Stadttheater 
als Regisseur und Sänger wirkte, hatte um seine Ent— 
lassung gebeten und sie auch erhalten. FIrl. Lilli Lehmann 
wurde auf Wunsch des Herrn von Hülsen noch vor Ablauf 
ihres Kontraktes freigegeben. 
Im Schauspiel waren neben dem vorzüglichen 
Komiker und Charakterkomiker, Herrn Engelhardt, die 
vortrefflichen Künstler: Mittell und Mitterwurzer, außer⸗ 
dem die Herren Eckert, Grans, Hänseler, Hancke, Link, 
Kahle, Stürmer, Teller, Tietz, Asche, Rahn, Trotz, sowie 
die Damen: Bethmann, Birnbaum (jetzige Frau von Lede— 
bur) Günther-Bachmann, Dorner, Hüttner, Setti, Wid⸗ 
mann und Zipser engagiert. Für die Posse waren Herr 
Feuchter neben Herrn Engelhardt und die Damen Räder 
und Préveaux gewonnen. Mitterwurzer war leider nur
	        
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