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Der Anfang meiner Arbeit!

Full text: Streiflichter aus meinem Leben am deutschen Hofe, unter baltischen Fischern,und Berliner Sozialisten und im Gefängnis, einschließlich "Ein Daheim in der Fremde" / Schimmelmann, Adeline von (Public Domain)

Der Anfang meiner Arbeit! 
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in dem Hause einer solchen Dame einstmals einen Vortrag über 
meine Missionsarbeit halten; ich kannte ihre Schrulle in dieser 
Beziehung wohl, konnte und wollte mich aber nicht in dieselbe 
finden, und sagen: Der Herr schenkte durch mich den Seelen den 
warmen Thee ein, der Herr hatte durch meine Leute Kuchen backen 
lassen, der Herr sprach durch mich und der Herr that durch mich 
u. s. w. Als ich nun schlicht und einfach den Hergang der Dinge 
erzählte, kam die Dame in hellem Zorne, welchen sie aber heilig 
zu nennen beliebte, über mich her und schalt mich.“ Wie können 
sie sich herausnehmen immer zu sagen „Ich“ und „Ich“ — Sie 
haben gar nichts mit ihrer Arbeit zu thun, sie sind es gar nicht — 
es ist Gott ganz allein, das kann jedermann sehen! Ich antwortete: 
„Haben sie vielen Dank für die hohe Anerkennung meiner Arbeit, 
eine höhere kann es nicht geben als wenn jedermann sehen kann, 
daß Gott es ganz alleine ist, welcher in meiner Arbeit wirkt. 
Ja gewiß alle christlichen, selbstgemachten Machinationen und 
Vereinsarbeit taugen nichts; nur die Trauben reifen, welche ihren 
Saft aus dem lebendigen Weinstock ziehen. 
Ueber das Seemannsheim in Göhren wollen wir Pastor 
Funke berichten lassen.
	        
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