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VI. Ein Henley-Regattatag (1891)

Full text: Aus der Heimat und der Fremde / Pietsch, Ludwig (Public Domain)

VI. 
Ein Henley-KRegaltlatag. 
(1891.) 
„Morgen früh halten Sie sich bereit,“ sagte zu mir 
am Abend eines Tages der ersten Hälfte dieses Juni mein 
liebenswürdiger, jugendlicher Londoner Gastfreund, „wir 
gehen nach Henley. Es ist der dritte Tag der großen Re— 
gatta. Da sollen Sie ein Stück englischen Lebens sehen und 
kennen lernen, von dem man bei uns in der Heimat keine 
blasse Ahnung hat. Schade, daß der Kaiser das nicht zu 
sehen bekommt. Ich meine, er würde seine herzliche Freude 
daran haben. Sie werden es jedenfalls auch.“ Und zu 
seinem Diener sich wendend: „Rashey, machen Sie alles 
fertig. Packen Sie uns den „Hamper“. Sorgen Sie, daß 
alles drin ist.“ — „Was für ein Ding ist das, the ham- 
borꝰ“ — „Kennen Sie's nicht? Das ist ein Korb, der mit 
allem, was zu einem anständigen Regattalunch gehört, 
vollgepackt wird. Der gehört einmal notwendig dazu. Aber 
Sie haben doch ein helles Flanellkostüm und lederbraune 
Schuhe, Strohhut oder Wollenmütze mit?“ — „Leider von 
alledem nur die letztere. Gehört denn das alles so unbe— 
dingt notwendig zum Besuch der Regatta?“ — „Freilich wohl
	        
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