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Thüren zertrümmert, Kisten und Kasten zerschlagen
und ihres Inhaltes beraubt . ..., die Einwohner
aufs Aeusserste geängstigt und gemisshandelt . ...
UVeberall Hülferufe und Angstgeschrei.“
Auch das Haus meines Grossvaters in der Saalgasse
ward nicht verschont. Auch hier drangen
plündernde Soldaten ein und einer derselben, ein
vothhaariger Kerl, suchte der Grossmutter ihren
Schmuck zu rauben und verfolgte die Fliehende bis
auf den Hof des Hauses. Hier gerieth er in Kampf
mit dem seiner Frau zu Hülfe eilenden Grossvater
und der Streit hätte leicht ein unheilvolles Ende
genommen, wenn nicht zum Glück in diesem
kritischen Augenblicke draussen ein Sammelsignal
ertönt wäre. Doch gelang es dem Soldaten noch,
der Grossmutter den Trauring vom Finger zu reissen
und damit zu verschwinden. —
Am Tage darauf, den 14., fand nun die Schlacht
auf der Hochebene des Landgrafenberges statt, in
welcher Preussen und Sachsen trotz ihrer Tapferkeit
besiegt und in jähe Flucht geschlagen wurden.
Bange lauschten Jena’s Bewohner auf das nahe
Gewehrgeknatter und den Kanonendonner, der,
ein böses Zeichen, allmählich ferner und ferner erdröhnte.
Schon am Abend kehrte ein Theil der
siegreichen Franzosen in die unglückliche Stadt
zurück. Diese bot bald ein furchtbares Bild: „In
mehreren Strassen brannte es — der Eichplatz, auf
dem jetzt das schöne Burschenschaftsdenkmal steht,
ist damals durch Einäscherung von 22 Häusern entstanden.
— Unablässig heulte hoch vom Thurme die
Sturmglocke, über die von Unrath und allerhand
Geräthe beschmutzten Strassen schlichen scheu,