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Anmerkungen

Full text: Briefwechsel / Schiller, Friedrich (Public Domain)

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Anmerkungen zu Brieéf 17. 
Fortsetaung des Wilhelm Meister eine interessante Mateérie über den 
Unterschied zwischen Roman und Drama unter die Feder bekommen, 
worin mir die Hauptidee sehr gefallt. Der Roman, sagt er, fodort 
Gesinnungen und Begeébenheiten, das Drama Charakter und Tat. Im 
Roman darf der ZufallI mithandeln, aber der Mensch muss dem 2u-— 
fall eine Form zu geben suchen. Im Drama muss das Schicksal 
herrschen und dem Menschen widerstreben u. s. f. Die A usführung 
dieser Ideen, wovon er mir ausführlicher gesprochen, giebt ihnen sehr 
viel Wahres“ schreibt Schiller am 2. Juni an Körner (Briofe 4, 178). 
Es wurde jedoch ausser den Bemerkungen im siebenten Kapitel des 
fünften Buches des Wilhelm Meister (Werke 22, 177 weimarische Aus- 
gabe) nichts Ausführlicheres veröffentlicht. Schon am 15. Juni hatte 
Humboldt an Goethe geschrieben Briefwechsel 8. 8): „Der Unter- 
schied z2wischen Drama und Roman, den Sie angeben, ist aus dem 
Innersten der Kunsttheorie geschöpft und verdiente wohl noch eine aus- 
führlichere Drörterung, als Ihnen die Stelle im Roman orlaubte“, was 
Goethe sicher in seinem Plane bestürkte; vgl. ferner noch oben 166, 18. 
231, 22 und Briefwechsel zwischen Schiller und Körner 8, 269. — Das 
„Marchen?“ erschien als Schluss der „ OUnterhaltungen“ im zehnten Stück 
der Horen (S. 108): vgl. oben 68, 29. 94, 10. 206, 15. 232, 4; Schillers 
Briefe 4, 286. 244. 246. 277. 279. 321. 328. 353. 364; Goethes Brieèfe 
10, 277. 289. 291. 297. 298. 302. 3083. 305. 338. 386. 348. 351. 858. 
354. 355. 11, 77; Briefwechsel z2wischen Schiller und Körner 3, 303. 
98, 11 Goethe verspricht in dem zitierten Briefe nur eine „An- 
kündigung“* seines Benvenuto Cellini, der erst im folgenden Jahre in 
den Horen zu erscheinen begann. Vom Faust wurde trotz Schillers 
Zureden damals nichts Woeiteres gedruckt: vgl. oben 118, 203 Goethes 
Briefe 10, 209. 286; Schillers Briefe 4, 72. 93. 236. 252. 
93, 2) Herders Aufsatz , Homer ein Günstling der Zeit“ erschien 
im neunten Stück (S. 58): vgl. ferner oben 94, 16. 114, 1. 188, 30. 187, 7. 
197, 10. 215, 1; Schillers Briefe 4, 249. 297. 312; Goethes Briefe 10, 
290; Briefwechsel zwischen Schiller und Rörner 8, 304. 
98, 20) Vgl. Schillers Brief an Goethe vom 17. August (Briefe 
4. 284) und Goethes Antwort vom 18. (Brieèfe 10, 289). 
94, 8] Herder erscheint im Almanach unter den Chiffern D., P., F. 
(vgl. oben zu 82, 185), 8. B. M., P. und V. 
94, 11] Vgl. oben zu 81, 8. 10 und 82, 16. 
94, 18) Vgl. oben zu 82, 26. 
24, 101 Vgl. Goethes Brief vom 21. August Griefe 10, 290). 
94, 22) „Der spielende Knabe“ im Musenalmanach 8. 79; vgl. 
oben 108, 4. 110, 24. Das Gedicht „Ilias“ erschien im neunten Stuck 
der Horen (S. 185): vgl. oben 108, 5. 110, 18. 117, 18. 184, 8. 198, 5; 
Gesammelte Werke 5, 148.
	        
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