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Anhang. Brief Humboldts an Körner vom 8. Juni 1805 ; [...] im Februar bis Mai 1830

Full text: Briefwechsel / Schiller, Friedrich (Public Domain)

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16. 28. 30. März 1830. 
den Händen der Frau von Wolzogen, die interessant seyn 
önnen. 
Die Meinigen sind wohl und empfehlen sich Ihrem Andenken. 
Berlin den 16. März 1830. 
Körner. 
8. Humboloͤt an Körner. 
Sie empfangen heute, theuerster Freund, die vorletzte Sendung 
der Briefe, meist von Schiller. Sie sind fast alle sehr bedeutend. 
In einem derselben werden Sie folgende Phrase finden „die Arbeit 
fängt mir an zu entleiden“. Ist Ihnen dieß Wort bekannt? Adelung 
hat es nicht. Vielleicht ist es ein Oberdeuischer Ausdruck. Es kom— 
men mehrere solcher Sprachverschiedenheiten vor, z. B. das Aderlaß. 
Da die Hand höchst deutlich ist, so habe ich an diese Dinge nicht 
gerührt. Man muß einen Unterschied zwischen einem Briefe und 
einem Buche machen. 
Ich habe mich unendlich gefreut, Sie alle neulich zu sehen. Der 
Frühling kommt auf dem Lande mit Macht. Wir sind jetzt bei der 
Gartenanlage um das Grab. Es ist eine doppelt wehmuthsvolle 
Beschäftigung gerade in diesen Tagen. 
Grüßen Sie herzlich die Ihrigen, und leben Sie innigst wohl. 20 
Ganz der Ihrige 
Tegel den 28“ März 1830. 
9. Körner an Kumboldt. 
Sehr dankbar bin ich wiederum Ew. Erxcellenz für die Mit— 2 
theilung der anbey zurückfolgenden Briefe. Das Wort: entleiden 
statt verleidet werden ist allerdings auffallend und ohne Zweifel ein 
Provinzialism. 
Däs Datum des Schillerschen Briefs vom 2. April 1803. ist 
in der Jahrzahl unrichtig. Die Huldigung der Künste, die darin er— 
wähnt wird, wurde nach der Notiz in der Ausgabe des Theaters 
Theil 1. erst am 12. November 1804. aufgefuͤhrt 
Ob die CaviarsBestellung im Briefe vom 286en Januar 1796. 
stehen bleiben soll, gebe ich Ihnen anheim. Stellen dieser Art haben 
in dem Briefwechsel mit Göthe Anstoß gegeben. Einen Anstoß andrer 38 
Art wird Hengstenberg, der in der evangelischen Zeitung Schiller und 
Göthe wegen des Briefwechsels für Heyden erklärt hat, vielleicht in 
der Stelle finden, wo Schiller in dem Briefe vom 4. Januar 1796 
von dem heiligen Christe schreibt, den ihm Schüßz durch eine 
Recension hat bescheren wollen. 
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