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Anmerkungen

Full text: Ludwig Börnes Berliner Briefe 1828 / Börne, Ludwig (Public Domain)

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Moritz D. Oppenheim, geb. 1801, gest. 1882, der 1827 Börnes Bild 
gemalt hatte. Er blieb übrigens dauernd in seiner Vaterstadt Frank— 
furt a. M. 
68) (Zu S. 50.) Logier, Buchhändler, dessen Firma sich bis vor 
wenigen Jahrzehnten in Verlin erhalten. Über den Bruder Joh. Bernh. 
Logier (geb. 9. Febr. 1780), der 1822 nach Berlin berufen wurde, 
um fein neues System des musikalischen Unterrichts in Berlin ein— 
zuführen, vgl. „Gelehrtes Berlin“ 1825, S. 158; einzelne pikante 
Notizen über ihn in den Briefen Zelters an Goethe. 
69) (Zu S. 50.) Heine war Nov. 1827 nach München gekommen. 
Er arbeitete dort für die „Neuen politischen Annalen“. Es war mehr 
als ein Gerücht, daß er zum Professor an der dortigen Universität 
ernannt werden sollte, doch kam es, nachdem sich die Angelegenheit 
lange hingeschleppt hatte, schließlich doch nicht dazu; vgl. Strodtmann, 
Heine, J, 555. Über Heine als Herausgeber der „Politischen Annalen“ 
ogl. einen Artikel in der Berliner „Estafette“, Nr. 222, 31. März 1828. 
60) (Zu S. 55.) Eugen Malbouche. Von ihm wird (,Voss. Ztg.“ 
28. Aprih) ein großer Brief aus der „Aachener Zeitung“ mitgeteilt, 
in dem er sich rühmt, die Heilung des Stammelns erfunden zu 
haben. 
s1) (Zu S. 55.) „Der Kammerdiener“, Posse in 4 Abteilungen 
von Leitershofen, die seit dem 28. Februar 1828 in Berlin aufgeführt 
wurde. Sie muß fehr beliebt gewesen sein, denn sie hielt sich bis 1878 
und brachte es zu 112 Vorstellungen. Aufführungen des Stücks fanden 
am 5., 9., 15. März statt (die letztgenannte im Opernhause). Die 
„Vosfs. Ztg.“ brachte eine tadelnde Rezension erst am 18. März; „nur 
die Neigung des großen Haufens zum Spott gegen die Israeliten 
konnte Lachen hervorbringen“. Der Inhalt ist der: Ein Kammer— 
diener unter dem Namen eines Herrn Baron von Schniffelinsky 
knüpft Liebesverhältnisse mit einer überbildeten alten Jüdin, einer 
reichen Gutsbesitzerin, sowie einem liebenswürdigen Judenmädchen an 
und wird schließlich entlarvt. 
62) (Zu S. 56.) Natürlich Molière. Frau Wohl muß in einem 
bisher unbekannten Briefe ihre besondere Neigung zu dem franzöbs. 
Komödiendichter ausgesprochen haben. 
es) (Zu S. 56.) J. E. Hitzig, Kriminalrat, Schriftsteller und 
Buchhändler. Mit den jüngeren romantischen Kreisen eng liiert, später 
als Biograph E. T. A. Hoffmanns und Chamissos bekannt. 
Geiger, Ludwig Börnes Berliner Briefe. n
	        
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