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9) [Brief vom] 10. Merz 1828

Full text: Ludwig Börnes Berliner Briefe 1828 / Börne, Ludwig (Public Domain)

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das nur in meinem Namen erklären. Ist das nicht 
närrisch — eine ministerielle Theaterkritik? Ein Auftrag 
an Dr. Reis. Der Professor Casper?“) hier, ließe den 
Dr. Mappeses) in Frankfurt dringend bitten, ihm doch 
die fortgesezte Anzeige des Sieboldschen Journals, 
so bald als möglich zu schicken. Wenn er aber nicht 
könne oder möge, es ihm doch gleich wissen lassen, damit 
er diese Arbeit einem andern übertrage. Bitte, diesen 
Auftrag ja gleich zu besorgen. — Nach Frankfurt möchte ich 
nicht gern kommen. Ich mahle mir das so schön aus, 
wenn wir uns in der schönsten Frühlingszeit am Rheine 
wieder sähen, und den Rhein zum Aufenthalte zu wählen, 
würde doch wegen Ems das schönste seyn. Und Sie 
gingen voraus und richteten alles ein und empfingen Ihren 
ehemaligen Sklaven und zukünftigen Gebieter. Godesberg 
wäre am besten. Aber mit wem sollen Sie reisen? 
Müssen Sie ein Frauenzimmer mitnehmen? Mit meiner 
Reise nach Hamburg muß ich auf jeden Fall warten, bis 
die Jahreszeit gelinder wird. Denn Hamburger haben 
mir gesagt, es bleibe dort lange kalt. Spätestens werde 
ich den 15. April von hier abreisen. Dann rechne ich 
4 Wochen für Hamburg, Braunschweig, Hannover, Göt⸗ 
tingen, Kassel. Über Gießen, Wetzlar und Ems (wo ich 
mir einstweilen Logis bestelle) an den Rhein.) — — — 
— — — — Am 185. Mai wäre ich bei Dir. Empfeh— 
lungen nach Hamburg werde ich vollauf bekommen. Von 
Koppenhagen stehe ich ab, weil man mir sagte, daß vor 
dem Juni diese Seereise nicht angenehm wäre. Ich werde 
in Cuxhaven, 15 Meilen von Hamburg, die See erblicken. 
Wenn mir Zeit übrig bleibt, gehe ich auch nach Lübeck 
und Bremen. Die Wege von hier nach Hamburg sind 
5) Hier ist im Original eine Stelle unleserlich gemacht.
	        
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