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Preface

Full text: Ludwig Börnes Berliner Briefe 1828 / Börne, Ludwig (Public Domain)

VD — 
der die Briefschätze Jahrzehnte eifrig behütete, selbst un— 
leserlich gemacht hatte. Es wäre vielleicht möglich ge— 
wesen, die eine oder andere dieser Stellen zu entziffern, 
doch schien es mir pietätlos, den Willen des Mannes zu 
verletzen, der ein vollgültiges Anrecht auf diese Briefe besaß. 
Ferner habe ich drei größere Stellen entfernt, weil ich 
die Verantwortung für ihr Bekanntwerden nicht tragen 
mochte: die eine über die Tochter des berühmten Bild⸗ 
hauers Rauch, zwei andere über Marianne Saaling, — 
alles Frivolitäten, mit deren Bekanntwerden keinem Menschen 
gedient, das Andenken an bedeutende Persönlichkeiten aber 
schwer gekränkt werden konnte. 
Sonst sind die Texte vollständig nach dem Original, 
und zwar buchstäblich, also auch mit Beibehaltung aller 
kleinen Sonderbarkeiten des Schreibers, abgedruckt. Die 
leichten Briefe mit einem großen Kommentar zu be— 
schweren, wäre nicht zweckmäßig gewesen; als wichtigste 
Aufgabe der Anmerkungen erschien mir die Erklärung der 
Berliner Ereignisse und die Beifügung kurzer biographischer 
Notizen zu den erwähnten Persönlichkeiten; dafür boten die 
„Vossische“ und die „Spenersche Zeitung“, sowie einzelne 
literarische Zeitschriften ein ziemlich ausreichendes Material. 
Über Frankfurter Persönlichkeiten beantwortete Herr Pro⸗ 
fessor Krakauer in dankenswerter Weise meine Fragen, für 
einige andere gab Frau Dr. Johanna Schnapper-Arndt 
erwünschte Aufklärung. Leider versagte eine Quelle voll⸗ 
kommen, nämlich die Briefe der Adressatin, Frau Jeanette 
Wohl. Während ihre Briefe an Börne sonst fast lückenlos 
erhalten sind, waren die Antworten auf die Berliner Briefe 
weder im Original noch in einer vorhandenen Kopie zu 
finden. Auch in dem genauen Register ist nichts auf— 
geführt. Es ist daher zweifellos, daß sie nicht mehr 
existieren, und höchst wahrscheinlich, daß sie von Jeanettens
	        
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