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XV. Eingemachte Früchte und Gemüse

Full text: Neues Berliner Koch-Buch (Public Domain)

Ueber das Aufbewahren von Lebensmitteln. 236 
Kraut⸗ und Kohlköpfe wie auch Wirsing bewahrt man im Keller 
auf Sand gesetzt, allenfalls auch auf Brettern. Zum Ueberwintern taugt 
nur der gruͤne Winterwirsing. 
Blumenkohl kann man ebenso aufbewahren, doch ist es besser, 
ihn einzumachen. 
Weiße Rüben, Bodenrüben, Gelb- oder Goldrübchen, 
Möhren, Rothebeeten, Petersilie, Winterrettige, Meerrettig 
und Sellerie bewahrt man im Keller auf Sand gelegt; nur die Sellerie— 
knolle wird in den Sand hineingegraben. 
Spargel kann selbst wochenlang frisch erhalten werden, wenn man 
ihn in —* —* e bleibt jedoch nur das Einmachen. 
latt- und Schotengemüse setzt man in Weidenkörbchen in den 
celler Blgt sie R Iens letztere selbst bis zu einer Woche, leidlich 
frisch bleiben. Letztere, wie grüne Bohnen jeder Art und enthülste Erbsen 
eignen sich jedoch vorzüglich zum Trocknen wie auch zum Einmachen. 
Salate bewahrt man wie Blattgemüse. Sollten sie welken, so 
werden sie vor dem Abmachen eine Weile in frisches Wasser gelegt. 
Sauerkohl. Man sehe die zum Einmachen desselben gegebene 
Anweisung nach. 
Zwiebeln, an Stroh gebunden, hängt man an kühler, luftiger 
Stelle, am besten in einer Speisekammer, auf. 
Hülsenfrüchte bewahrt man in den Schubfächern eines dazu ein⸗ 
gerichteten Speisekastens oder in Holzkistchen an einem trockenen Orte. 
Getreideprodukte: Mehl, Gries, Graupen, Grütze, 
8 Reis, Sago u. s. w. wie Hülsenfrüchte. Wer große Mehl- uͤnd 
Griesvorräthe hat, muß sie von Zeit zu Zeit durchsieben, bei kleineren 
Mengen wie bei den übrigen Produkten genügl öfteres, kräftiges Durchrühren 
und Aufrütteln. Der Aufbewahrungsort muß trocken und luftig sein— 
Spezerei- und Kolonialwaaren bewahrt man ebenfalls an 
einem luftigen und trockenen Orte. Staub- und Puderzucker erfordert 
ühnliche Behandlung wie das Mehl. Gebrannten Kaffee und Thee 
in verschlossenen Blech- oder Glasdosen; letzterer ift auch vor dem Lichte 
zu schütßen. Gewürze wie Thee. 
Butter, die zum Frischessen bestimmt ist, gebe man auf einen Teller 
und halte sie, von einer Glasglocke bedeckt, im Kühlen. Besser noch in 
kiner bedeckten Butterschale, die man in kaltes Wasser setzt. Besonders gut 
ee sich Süßrahmbutter in Milch, von der sie bedeckt fein muß. — Im 
inter kann man gesalzene Butter in Steintöpfe fest eindrücken, die man 
mit Papier verbindet und im Kuͤhlen halt. Auch diese Butter kann zum 
Brote gegessen werden, wenn man keine zu hohen Ansprüche macht. 
Eingemachte Butter, Schweinefett, Oele u. s. w. hält man 
zhenfalls an kühler Stelle; die besden ersteren kommen in Stein- oder 
Blechtöpfe, die mit Papier zugebunden werden. 
Eier. Siehe die Vorbereitungen. Anstatt Salz kann man auch 
Buchenasche nehmen. Viele tauchen die Eier auch in fluͤssiges, lauwarmes
	        
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