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XIV. Schmalzgebackenes, Torten, Kuchen, kleines Backwerk

Full text: Neues Berliner Koch-Buch (Public Domain)

Schmalzgebackenes, Torten, Kuchen, kleines Backwerk. 179 
lauwarme Milch werden zu einem ziemlich festen Teig gemacht, an welchem 
man ein — —— Hefenstück von 250 Gr. Mehl, 100 Gr. gachen 
die erforderliche Milch mischt. Dieser Teig muß geknetet und am Brett 
geschlagen werden, bis er fein geworden ist und nicht mehr klebt. Man 
formt längliche Rollen davon, wobei man den Teig uochnials gut durch⸗ 
knetet, damit er keine großen Blasen bekommt. Man lege diese Rollen 
auf ein mit Mehl bestäubtes Blech, bestreiche sie mit lauwarmer Milch, 
in welcher man J Eidotter zerquirlt hat, backe in einem ziemlich heißen 
Ofen “ braun und bestreiche nach dem Herausnehmen nochmals mit 
lauer Milch. 
ischeidern Tage schneide man die Rollen in halhkleinfingerdicke 
Scheiben, bestreiche sie dünn mit Wasser und bestreue beide Seiten mit 
Zucker, doch ziemlich dick; dann schiebe man die Rolle wieder zusammen und 
warte, bis der Zucker ganz vergangen ist. Dann lege man die Scheiben 
auf das Blech und röste sie auf beiden Seiten bei milder Hitze zart braun. 
24. Vanillezwieback. Man bestreiche die geschnittenen Scheiben 
auf einer Seite mit kalter Milch, lasse sie etwas erweichen und drücke sie 
in Zucker, unter welchen man geriebene Vanille gemischt hat. Dieser 
Zwieback wird nur auf der unteren Seite gelb geröstet, muͤß aber solange 
iim Ofen bleiben, bis er auch oben trocken und hart geworden ist. 
25. Anisplätzchen. 250 Gr. Zucker rühre man mit 4 Eiern 
u/3 Stunde, mische dann 225 Gr. feinstes gesiebtes Pudermehl und 20 Gr. 
ausgesuchten Anis durch. Davon werden auf ein mit Butter bestrichenes 
und mit Mehl bestäubtes Blech kleine runde Häufchen gesetzt, die man etwas 
abtrocknen läßt und in einem mäßig heißen Ofen gar und gelb backt. 
26. Gewürzplätzchen. Die Bereitung der Masse ist die gleiche 
wie oben, anstatt Anis mischt man jedoch etwas Zimmt, Nelken, Kardamom, 
sowie ein wenig Ingwer dazu und rührt dies gleich mit den Eiern und 
dem Zucker. Die Plauchen sollen angenehm nach dem Gewürze schmecken, 
doch darf nicht zu viel davon genommen werden; zusammen etwa 10 bis 
12 Gr. werden genügen. 
27. Mandelplätzchen. 4 Eier rühre man mit 250 Gr. ge⸗ 
siebtem Zucker und der abgeriebenen Schale einer kleinen Zitrone oder 
oe Orange 2 Stunde. Dann mische man 100 Gr. gesiebtes feinstes 
ehl und 200 Gr. geriebene Mandeln durch. Viele geben noch 66 Gr. 
schaumig gerührte Butter dazu, mit welcher die Eier uz Stunde gerieben 
werden, worauf Zucker und Mandeln folgen, die man wieder eine Weile 
reibt. Das Mehl wird nur leicht durchgemischt. Man backe wie oben 
28. Honigplätzchen. 875 Gr. Zucker, 375 Gr. gestoßene Hasel⸗ 
nüsse, 125 Gr. feingeschnitlenes Zitronat, 20 Gr. Zimmt,' 10 Gr. Relken 
und 10 Gr. Muskatblüthe werden gemischt und mit , Liter stark kochen— 
dem braunen Honig, oder halb Honig, halb Syrup übergossen und mit 
750 Gr. feinstem Mehl leicht gemischt, Wenn diese Masse abgekühlt ist, 
wird sie 1 Stunde geknetet und bleibt dann 12—15 Stunden in der 
Hüche stehen. Man rollt den Teig dünn aus, schneidet kleine 
Vierecke davon, die man auf einem stark mit Wachs bestrichenen Blech 
im kühlen Ofen backt. Nach dem Herausnehmen bestreicht man sie mit 
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